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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Entsorgung: Der Kampf gegen Tücher und Windeln

10.11.2018

Barßel Spezial-Auftrag auf der Kläranlage in Barßel gegen die unsachgemäße Entsorgung: Ein Kran hebt schwere Elemente einer Belüftungsanlage in ein vier Meter tiefes „Belebungsbecken“, das der biologischen Reinigung von Schmutzwasser dient. Zuvor hatten Berufstaucher den Grund bei absoluter Dunkelheit gereinigt sowie auf Schäden untersucht. Hierbei wurden rund 30 Tonnen Schlämme, Sand und Verstopfungen, die hauptsächlich durch nicht aufgelöste Feuchttücher entstehen, abgesaugt. „Die neue Belüftung dient in erster Linie der Energieeinsparung“, erklärt Regionalleiter Stefan Krauß. In dem Klärbecken verrichten Millionen von Bakterien eine wichtige Aufgabe. Sie zerlegen Schmutzstoffe. Damit sie in Schwung kommen, benötigen die Kleinstlebewesen Sauerstoff. Und dieser lässt sich besonders gut durch neue Belüftungsplatten einblasen, die am Grund des Bodens befestigt werden.

Das neue System ersetzt Rohrmembran-Belüfter, die seit rund zehn Jahren im Einsatz waren. „Die Sauerstoffblasen verteilen sich durch die Platten besonders fein im Wasser, was die Effizienz erheblich steigert“, erläutert Projektleiter Gerold Eiben. „Durch diese Technik senken wir den um Energiebedarf von 450 000 auf rund 350 000 Kilowattstunden pro Jahr.“

Um die Abwasserentsorgung weiterhin zu gewährleisten, finden die Arbeiten während des laufenden Betriebs statt. Im Einsatz ist ein Team aus Spezialisten einer Fachfirma aus Rastede im Landkreis Ammerland. Routiniert befestigen sie die rund 800 Kilogramm schweren Konstruktionen mit den Belüftungselementen auf mehreren Rahmen, die anschließend mit einem Kran ins Wasser gehoben und versenkt werden.

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Während der Installation muss die Belüftung im Becken teilweise abgeschaltet werden. Das Montageteam ist im stetigen Kontakt zum OOWV-Kläranlagenkoordinator Hans-Gerd Janssen und Mitarbeiterin Rena Thaden. Sie überwachen täglich die Sauerstoff-, Ammonium- und Nitratwerte im Becken. Diese Werte sind wichtige Indikatoren zum Zustand des Bakterienstammes im Becken.

Der OOWV investiert rund 250 000 Euro in den Standort in Barßel. Die Kläranlage in Barßel entspricht der Größe von 10 000 Einwohnerwerten. Der Einwohnerwert ist eine Maßzahl für die Kapazität einer Kläranlage. Sie errechnet sich aus der Bevölkerungszahl und dem Maß der zusätzlichen Verschmutzung durch Industrie und Gewerbe.

Als großes Problem erweist sich in der Region die Entsorgung von Feuchttüchern und Müll durch Toiletten. Hans-Gerd Janssen appelliert: „Feuchttücher und Windeln verstopfen Pumpen und Anlagenteile. Dass wir im Rahmen der Erneuerungsmaßnahme gewaltige Mengen entfernen mussten, unterstreicht das Problem. Wir bitten unsere Kunden, Restmüll in den vorhandenen Tonnen zu entsorgen, über die jeder Haushalt verfügt.“

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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