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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Landwirte erhellen die Nacht

10.12.2019

Barßel /Landkreis Nach den zahlreichen Trecker-Demos der vergangenen Wochen haben die Landwirte im Landkreis Cloppenburg am Wochenende ein neues Zeichen gesetzt. Zahlreiche Landwirte aus Barßel beteiligten sich an der bundesweiten Aktion, mit Mahnfeuern auf ihre Existenzängste aufmerksam zu machen. Auch zum Beispiel in Markhausen und Gehlenberg loderten am Samstagabend die Feuer.

Unter anderem stört die Landwirte das aktuell in Planung stehende Agrarpaket. „Wir sind für Umwelt- und Gewässerschutz, nur erzielt man mit der erneuten Verschärfung der Düngeverordnung, in der eine Unterdüngung um 20 Prozent des Pflanzenbedarfs in roten Gebieten gefordert wird, genau das Gegenteil: Dadurch wird Humus verstärkt abgebaut und somit noch mehr Nitrat freigesetzt als mit bedarfsgerechter Düngung“, betont der Barßeler Ortslandwirt Eugen Hagen. Etwa 50 Landwirte aus dem Gemeindegebiet fanden sich mit ihren Treckern am Mahnfeuer ein. Sie stellten zudem am Ackerrand ein grünes Kreuz auf, das auch nach dem Mahnfeuer auf die Situation der Landwirtschaft hinweisen und zum Dialog aufrufen soll – nach dem Motto: „Miteinander reden statt übereinander!“

Organisiert wurde der Protest vom bundesweit agierenden Netzwerk „Land schafft Verbindung“. „Mit der Aktion wollen wir in erster Linie zeigen, dass wir Landwirte bei den aktuellen wichtigen Entscheidungen nicht übergangen werden dürfen, sondern in den politischen Entscheidungsprozess mit eingebunden werden müssen“, sagt Rene Roberg aus Essen-Uptloh, der für das Netzwerk im Landkreis Cloppenburg vor Ort ist. Roberg ist vor allem ein Thema wichtig. „Mit den Mahnfeuern wollen wir zum Dialog aufrufen. Wir sind nicht gegen Umwelt- und Gewässerschutz – wir wollen aber bei diesen Entscheidungen mitreden, denn als Landwirte sind wir sehr intensiv davon betroffen“, so Roberg weiter.

Im ganzen Bundesgebiet waren am Samstag die Landwirte zu Mahnfeuern aufgerufen. Insgesamt wurden 250 Feuer in Deutschland entzündet. „Mehr als 20 000 Menschen waren bundesweit an der Aktion beteiligt. Zu jedem Feuer kamen rund 70 Teilnehmer – darunter waren neben Landwirten auch Vereinsvertreter und Lokalpolitiker“, so Roberg weiter.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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