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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Natur: Für Jungtiere ist es wieder eine gefährliche Zeit

20.05.2020

Barßel /Strücklingen Jedes Frühjahr fallen zwei Termine zusammen: die erste Mahd sowie die Brut- und Setzzeit. Nahezu alle frei lebenden Tierarten versuchen in diesen Wochen ihren Nachwuchs aufzuziehen. Für den bereits gesetzten oder geschlüpften Nachwuchs, aber auch für die Gelege und die brütenden Altvögel besteht nun höchste Gefahr. Über die Grünlandflächen rattern die großen Mähmaschinen.

Unausweichlich damit verbunden, ist erneut der Mähtod von Kitzen, Junghasen und Bodenbrütern. In den Wiesen droht besonders den Kitzen der Mähtod. „Zur Rettung der Kitze gibt es verschiedene Methoden, um den Aderlass beim Jungwild erheblich senken zu können. Viel ist schon gewonnen, wenn die Landwirte dem Revierinhaber rechtzeitig Bescheid geben, bevor sie mit dem Mähen beginnen“, sagt der Leiter des Hegering Barßel, Rudi Schulte. Gemeinsam gegen den Mähtod ist sein Motto. Landwirte sollten den Mähtermin einen Tag, besser noch langfristiger bekanntgeben. Dann könne der Revierinhaber die Flächen absuchen. Dafür wären alle Jäger dankbar, so Schulte.

Als eine gute Maßnahme sei zudem das Anmähen am Vorabend der eigentlichen Mahd anzusehen. Häsin und Ricke spüren regelrecht die drohende Gefahr und verlassen über Nacht die Wiese. Wer also noch die Möglichkeit hat, einen Landwirt für diese Aktion zu finden, sollte auf keinen Fall darauf verzichten. Die Jäger versuchen möglichst viele Kitze retten. Die Methode Wiesen abzusuchen ist schweißtreibend. Das Problem seien auch die hohen Mähgeschwindigkeiten und die großen Schnittbreiten. Der Fahrer auf dem Schlepper hätte kaum eine Chance rechtzeitig zu reagieren. „Liegen Kitze in der Wiese, merkt er das meist gar nicht, wenn sie vom Mähwerk zerfetzt werden. Wo es sich machen lässt, sollte von innen nach außen gemäht werden“, regt Barßels Hegeringleiter an. So werde das Tier nicht vom Geräusch eingekreist, sondern gewissermaßen nach draußen gescheucht – vorausgesetzt, die Tiere sind alt genug zu fliehen.

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Zudem haben die Jäger eine weitere Bitte: Kitze, die beim Spazieren gehen gefunden werden, sollten nicht angefasst werden. Wenn das Kitz den Menschengeruch angenommen hat, nimmt die Ricke ihr Kitz nicht wieder an. Einfach liegen lassen, die Ricke findet ihr Kleines immer wieder. Erst vor wenigen Tagen hat sich so ein Vorfall in einem Strücklinger Revier ereignet. Für die Aufzucht des Kitzes konnte jemand gefunden werden. Aber es ist schwierig.

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