• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Barßeler Friedhofskapelle erhält neobarocke Orgel

29.04.2014

Barßel Im Jahr 2010 musste eine Orgel aus einem Privathaushalt aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Besitzerin verkauft werden. Dieses Musikinstrument wird seit Ende Februar dieses Jahres in der neuen Barßeler Friedhofskapelle gespielt.

Ihren Weg in das Gotteshaus begleitete der Orgel- und Harmoniumbaumeister Willehard Schomberg. Er lagerte das Instrument ein und vermittelte es im vergangenen Jahr über ein Rundschreiben an die katholische Kirchengemeinde Barßel.

„Die ursprüngliche Orgel stammt aus dem Jahr 1954 und wurde vom Orgelbaumeister Hans Wolf aus Verden gebaut“, erzählt Schomberg. „Ungefähr 20 Jahre später hat Emil Hammer aus Hannover sie erweitert.“

Er selbst habe sie nach dem Zuschlag der Gemeinde im vergangenen Jahr innerhalb von zwei Monaten repariert und überarbeitet. Dazu habe neben vielerlei Reparaturarbeiten und Überarbeitungen auch das Säubern der Pfeifen und des Gehäuses gehört, erzählt Schomberg. „Den hinteren Teil habe ich erneuert und angebaut“, erklärt er. Dieser Teil sei vorher in die Wand eingelassen und nicht zu sehen gewesen.

Die Disposition, also die Gesamtanlage der Orgel, sei dem Neobarock zuzuordnen. „Das war damals hipp“, so der Orgelbauer, der ihren Wert auf ungefähr 17 000 Euro schätzt. „Eine neue in dieser Größe würde rund 70 000 Euro kosten“, sagt er.

Im ersten Jahr müsse eine mechanische Orgel wie diese – die Verbindung zwischen den Tasten und den Pfeifenventilen ist mechanisch – häufig nachgestellt werden. Anschließend würde eine Wartung alle zwei Jahre erfolgen. „Seit den 70er Jahren geht der Orgelbau konstant zurück“, so Schomberg, der über einen Zivildienst zu seinem Beruf kam.

Nach einigen Stationen ist er seit zehn Jahren selbstständig. „Es ist keine Branche, die boomt“, so der Orgelbaumeister. Man benötige Herzblut, Interesse und Wille. Sein Hauptverdienst sei die Pflege und Wartung der Instrumente. Nur selten würden Privathaushalte oder Universitäten eine neue Orgel benötigen. Der Hauptanteil liege bei den Kirchen.

„Ich bin auch international tätig“, sagt er. Neben einem bereits durchgeführten Projekt in Warschau sei eine neue Orgel im historischen Gehäuse in Rom in Planung.

Schomberg sucht zum 1. August einen neuen Auszubildenden.


  www.willehard-schomberg.de 
Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2051
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.