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Planung: Barßeler „Klinkerbaum“ soll am Donnerstag fallen

13.11.2013

Barßel „Die Buche wird am Donnerstagmorgen gefällt“, bestätigte Ottmar Freymuth, Bauleiter des Metjendorfer Unternehmens Hoppmann am Dienstag im Gespräch mit der NWZ . Ein Sachverständigen-Gutachten bescheinige, dass „Gefahr in Verzug“ bestehe, so Freymuth.

Bereits am Freitag hatte der Bauleiter gemeinsam mit dem Sachverständigen den Baum vor Ort begutachtet. Die Ergebnisse, sagte Freymuth, habe er am Dienstagmorgen per Post erhalten. Wie berichtet, weicht das Traditionshaus des ehemaligen Tierarztes und Bürgermeisters von Barßel, Theodor Klinker, vor dem die mehr als 100 Jahre alte Buche steht, einem Neubau. Der Metjendorfer Investor Gerald Hoppmann plant dort ein Wohn- und Geschäftshaus. Er hatte, wie berichtet, auf Anfrage der NWZ  gesagt, dass ein Sachverständigen-Gutachten den Baum „als abgängig“ und „nicht mehr stand- und bruchsicher“ einstufe. Anwohner kündigten daraufhin an, sich für den Erhalt des Baumes einzusetzen.

Durch den Abriss des „Klinkerhauses“ an der Lange Straße treffe der Baum „auf neue Windverhältnisse“, so Freymuth. Nun stehe die Buche ungeschützt. Sobald der Keller des abgerissenen Hauses herausgenommen werde, habe das Wurzelwerk keinen Halt mehr und „es fällt die Buche“, sagte Freymuth. Stattdessen wolle der Bauleiter den Baum kontrolliert fällen lassen. Wie bereits das erste Gutachten sei auch dieses öffentlich in seinem Büro einsehbar, sagte Freymuth. Zugleich unterstrich er, dass der Investor in Absprache mit der Gemeinde und dem Landkreis Ersatzpflanzungen vornehmen wolle.

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Indessen riefen Anwohner am Dienstag zu einer „Trauerfeier“ mit Grablichtern am „Klinkerbaum“ auf. An diesem Mittwoch wollen sie um 19.30 Uhr Abschied von der Buche nehmen. Auch Bürgermeister Bernd Schulte und die Mitglieder des Gemeinderates sind eingeladen worden.

„Wir, das sind einige Bürger aus Barßel, sind damit nicht einverstanden. Insbesondere geht es dabei auch darum, dass nicht versucht wurde, den anscheinend kranken Baum zu retten. Aus unserer Sicht wäre dies möglich gewesen“, sagte Manfred Lorentschat (Grüne).

Gemeinsam mit einer weiteren Anwohnerin habe sie kurzfristig ein Gegengutachten in Auftrag geben wollen, sagte die Barßelerin Anke Bölts am Dienstag gegenüber der NWZ . Doch der Investor, als Eigentümer des Grundstückes, habe dies abgelehnt.

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