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Feuer in Sandkrug
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Feuer in Sandkrug

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bauern beklagen Pachtpreise

27.03.2015

Cloppenburg Bald ist die Milchquote Geschichte. Auf der Zuchtrinderauktion von Masterrind in der Münsterlandhalle in Cloppenburg am vergangenen Mittwoch erklärten einige Milchbauern, dass sie nun investieren wollten.

Ludger Espelage aus Vechta etwa ist Chef des Milchkontrollrings, dem einst allein in der Stadt Vechta 120 Mitglieder angehörten; jetzt seien es im gesamten Kreis noch 87. Zu seinem 20-Hektar-Betrieb hat er 60 Hektar dazu gepachtet. Er will künftig von 50 auf 60 Kühe aufstocken. Langfristig hat er zumeist die Verträge abgeschlossen.

Peter Wreesmann-Grever aus Schnelten will „Landwirt bleiben, kein Manager werden“. Er will bei 90 Kühen bleiben, „ein Familienbetrieb bleiben“. Flächenprobleme und die Konkurrenz der Biogasanlagen würden eh jede Erweiterung verhindern. Dagegen setzt Andy Schulte aus Winkum, bekannt für Auszeichnungen en masse, auf Wachstum. Mit zwei Robotern sollen künftig 120 statt jetzt 60 Kühe gemolken werden. Auch hier ist Kuhhaltung fast ausgestorben. Sein Vater Dieter erzählt gerne, dass es bei ihrer Hochzeit vor 30 Jahren noch 25 Betriebe gab, heute halten noch zwei Bauern Kühe.

Franz Meyer aus Pehmertange reichen die 70 Kühe. „Der Stall ist voll, der Milchpreis wird zudem bald fallen“, meint er. In Friesoythe melkt Mechthild Rolfes 80 Kühe. „Wir müssen zwei Familien ernähren“, meint sie. Gerne würde der Betrieb erweitern. Aber Wald, Biogas und die Pachtpreise seien zu hohe oder zu teure Hürden.

So geht es auch Ludger Borchers aus Steinfeld. „Notgedrungen“ blieben weitere Investitionen aus. Die Pachtpreise steigen fast täglich. Der Kreis Vechta habe zwar nur wenige Biogasanlagen, doch der Druck komme aus dem Kreis Diepholz. Henrik Wille aus Herbergen und Bernhard Willoh aus Angelbeck nutzen die Kaffeepause während der neunstündigen Auktion zu einem kleinen Erfahrungsaustausch. 100 Kühe melkt Wille. Das Arbeitspensum reicht; auch die hohen Pachtpreise verhinderten jede Rentabilität. Willoh hat dagegen schon 1990 die Milchviehhaltung aufgegeben. 100 Hektar – davon zwei Drittel gepachtet – sind unterm Pflug. Auch ohne Kühe funktioniere die Agrarwirtschaft, wenn nur die ständige Flächenkonkurrenz nicht wäre. Das Leben könnte auch auf dem Lande so schön sein.

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