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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Geschichte: Baugruppe „Glücksfall fürs Museumsdorf“

07.11.2011

CLOPPENBURG Mit 150 geladenen Gästen ist am Sonnabend im Museumsdorf die Baugruppe Ammerland – bestehend aus der alten Stellmacherei Ahrens und einem im Kern mehr als 400 Jahre alten Hauptgebäude aus Westerstede – offiziell eingeweiht worden. Nach dem Festakt in der Münchhausenscheune machten sich die Besucher mit Museumsdorf-Direktor Prof. Dr. Uwe Meiners und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka an der Spitze auf zu der neuen Attraktion des Niedersächsischen Freilichtmuseums. Dort reichten in Ammerländer Trachten gekleidete Gästeführer der Touristik Westerstede und Rhodo-Königin Birte Osterloh einen kräftigen Korn, der gut zu den Köstlichkeiten aus dem Ammerländer Schinkenmuseum von Arndt Müller passte.

Dr. Hermann Kaiser, der bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2010 die bauhistorische Abteilung des Museumsdorf und damit auch das Projekt „Baugruppe Ammerland“ geleitet hatte, bat die rund 50-köpfige Delegation aus Westerstede „um Verzeihung“, dass die Cloppenburger den Ammerländern „den Glücksfall für das Museumsdorf“ geraubt hätten. Der Vorsitzende des „Freundeskreises Museumsdorf“, Walter Rissmann, berichtete, dass der Verein mit rund 87 000 Euro die bislang größte Summe in seiner Geschichte in das Objekt investiert habe. „Private Unterstützung soll öffentliche ergänzen, nicht ersetzen“, erklärte Franz Thole, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, die sich ebenfalls mit einer größeren Summe an der Restaurierung der Baugruppe Ammerland beteiligt hatte.

Ministerin Wanka sicherte dem Museumsdorf als dem besucherstärksten Museum Niedersachsens auch weiterhin die finanzielle Unterstützung des Landes zu, die von Museumsdorf-Direktor Meiners als Grundlage bezeichnet wurde. Kaisers Nachfolger als Leiter der bauhistorischen Abteilung, Dr. Michael Schimek, betonte, dass das Museumsdorf nun keinen Platz mehr für neue Gebäude habe, gleichwohl aber niemals fertig sei.

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Telefon  Bei der Suche nach geeigneten Objekten für den Aufbau der „Baugruppe Ammerland“ wurde das Museumsdorf 2003 auf die Werkstatt der ehemaligen Stellmacherei Ahrens in Westerstede aufmerksam.

Eine genauere Untersuchung des Baubestandes ergab nicht nur die Erhaltenswürdigkeit des denkmalgeschützten Nebengebäudes, sondern des gesamten Ensembles. Denn unter der äußeren Hülle des Haupthauses aus dem Jahre 1907 kam dessen über 400 Jahre altes Kerngerüst zum Vorschein.

Noch bis in die 1950er Jahre gab es auf den ammerländischen Höfen einen hohen Bedarf an handwerklich gefertigten Wagen und Geräten, so dass Johann Friedrich Ahrens III (1928 bis 2001) sogar noch in der dritten Generation das Stellmacherhandwerk ausübte. Allerdings erfolgte ab den 1960er Jahren auch hier eine umfassende Technisierung. Daher führte J.F. Ahrens die Werkstatt im Nebenerwerb weiter, so dass Gebäude und Werkzeugbestand weitgehend erhalten blieben.

Nach sorgfältiger Dokumentation 2004 wurden beide Bauten anschließend abgebaut und in das Museumsdorf geschafft, als Sachzeugen einer sich über 500 Jahre erstreckenden Handwerkstradition und Lebensweise. Im September 2005 konnte mit den Vorarbeiten zur Wiedererrichtung der Gebäude als Baugruppe Ammerland unter größtmöglicher Teilnahme der Museumsbesucher begonnen werden.

Den Anfang machte der Wiederaufbau der Stellmacherei, die im Jahre 2006 gerichtet und am 6. November 2007 eröffnet wurde. Danach folgte der Aufbau des Haupthauses. Für den Wiederaufbau wurde als Präsentationszeitraum die Zeit nach dem 1. Weltkrieg gewählt, um die Wohn- und Wirtschaftsform der Situation der Werkstatt anzupassen.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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