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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

FROST: Bauhof wartet aufs Salzschiff

14.01.2010

CLOPPENBURG Der Motor heult auf, die Reifen drehen durch. Sie finden keinen Halt auf der spiegelglatten Pater-Delp-Straße in Cloppenburg. Dutzende Autofahrer waren am Mittwoch hier und auf anderen Nebenstraßen im Stadtgebiet auf die Hilfe anderer angewiesen, um ihr Auto letztlich doch noch zu bewegen. „Eine solche Streusalzknappheit habe ich überhaupt noch nicht erlebt“, sagte Jürgen Diers, Ein- und Verkaufsleiter bei der GS-Agri-Zentrale in Schneiderkrug.

Nachdem Tief „Daisy“ am vergangenen Wochenende neuen Schnee gebracht hat, sorgt jetzt Hoch „Bob“ mit klirrender Kälte für glatte Straßen, denn die weißen Massen überfrieren immer wieder. Längst hat die Stadt Cloppenburg die 300 Tonnen Streusalz ausgebracht, die „normalerweise für ein ganzes Jahr ausreichen“, berichtet der stellvertretende Bauamtsleiter Armin Nöh.

Nachfrage steigt weiter

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Streusalz sei derzeit so knapp, dass selbst die niedersächsischen Großhändler keinen oder nur noch sehr schleppend Nachschub bekämen. Wegen der hohen Nachfrage in ganz Deutschland versiegen mittlerweile aber auch erste alternative Quellen. „Wir kriegen ab und zu 30 Tonnen aus Skandinavien oder Polen, aber diese Menge bringen wir an einem einzigen Tag auf die Straßen“, sagte Nöh. Und so hoffen der Bauhof und die Genossenschaften auf neue Schiffslieferungen aus Nordafrika, die in den nächsten Tagen in Hamburg und Bremen eintreffen sollen.

Während Diers von einer „sehr ernsten Versorgungslage“ spricht, macht ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs Hoffnung auf baldige Entspannung: „Für Donnerstag haben wir noch genug Salz. In Kürze erwarten wir neue Lieferungen, die wir zusammen mit der Gemeinde Garrel bestellt haben.“ Die wird der Bauhof auch brauchen, selbst wenn weiterhin nur Hauptverkehrsstraßen gestreut werden. Denn für das Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst bereits neue Schneefälle vorhergesagt.

Selbst kleine Mengen Salz für den Privatgebrauch sind derzeit nicht mehr erhältlich. Die GS-Agri in Cloppenburg verkaufte am Dienstag 80 Säcke zu 25 Kilogramm binnen weniger Stunden, die Filiale in Nutteln sogar 240. Und die örtlichen Baumärkte bieten schon seit zwei Wochen kein Streusalz mehr an.

Salz 15 Prozent teurer

Klaus Haberland, Leiter des Geschäftsbereichs Lingen in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, lässt in seinem Zuständigkeitsbereich, zu dem auch der Landkreis Cloppenburg gehört, rund 50 Tonen Salz pro Streuvorgang aufbringen. Die Tonne Salz, die Mitte 2009 noch 52 Euro gekostet habe, sei – wenn man sie denn überhaupt bekäme – mittlerweile rund 15 Prozent teurer.

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