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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bauland kostet Stadt Millionen

17.04.2015

Friesoythe /Gehlenberg Die finanziellen Belastungen der Stadt Friesoythe durch die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen wird in den nächsten Jahren erheblich zunehmen. Berthold Meyer von der Stadt Friesoythe informierte am Mittwochabend im Kulturzentrum auf dem Mühlenberg in Gehlenberg auf der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses über den Entwicklungshorizont der nächsten drei bis fünf Jahre.

Schon heute, so Meyer, würden für die Entwicklung von einem Hektar Gewerbefläche drei Hektar benötigt. Angesichts der Flächenknappheit im Landkreis sei Boden von Landwirten nur sehr schwer zu bekommen, häufig zu einem hohen Tauschwert. Für die Entwicklung von einem Hektar würden die Stadt derzeit insgesamt im Falle eines Tausches 7,5 Hektar Fläche benötigen. Ein Quadratmeter Fläche kostet die Stadt in diesem Falle 95 Euro.

Etwas günstiger sieht die Situation aus, wenn sich der Grundstückseigentümer bereit erklärt, Land zu verkaufen. Inklusive der Erschließungskosten liegen die Kosten für die Stadt bei rund 67 Euro pro Quadratmeter. „Wir stecken einen enormen Beitrag in die Wirtschaftsförderung“, sagte Fachbereichsleiter Peter Fabian, nämlich rund 400 000 Euro pro verkauftem Hektar Fläche.

Und in den kommenden Jahren werde sich die Situation weiter verschärfen, rechnete Meyer vor. Nach derzeitigen Berechnungen bestehe ein Bedarf an Gewerbeflächen von 77,5 Hektar – 7,5 für Frie-soythe, fünf für Mittelstenthüle, und drei für Altenoythe, mit dem Faktor fünf multipliziert.

Hinzu kommen Grundstücke für den Wohnungsbau: vier Hektar für Altenoythe, fünf Hektar für Friesoythe und zwei Hektar in anderen Ortsteilen. Auch hier stehen unter dem Strich bei einem entsprechenden Tauschfaktor von fünf weitere insgesamt 55 Hektar zu Buche. Für die in Planung befindliche Entlastungsstraße werden weitere zehn Hektar benötigt.

Der Flächenbedarf für die Stadt Friesoythe liegt damit bei rechnerischen 142,5 Hektar in den nächsten Jahren, rechnete Meyer vor. Die Stadt Friesoythe würde dieser Flächenbedarf mit 11,4 Millionen Euro belasten.

Angesichts der finanziellen Bedingungen und der Flächensituation werde die Aufgabe der Stadtentwicklung in den kommenden Jahren deutlich erschwert, sagte Fachbereichsleiter Peter Fabian. „Eine große Herausforderung für die Zukunft.“

Bürgermeister Sven Stratmann sagte, es sei wichtig, auch die Bürger darauf hinzuweisen, wie knapp Flächen tatsächlich seien und dass mit den vorhandenen Ressourcen sparsam umgegangen werden müsse. „Wir müssen genau darauf achten, wer sich wo ansiedeln möchte.“

Genau hinsehen wird die Stadt auch bei künftigen Ansiedlungen im Bereich der Gottlieb-Daimler-Straße in Friesoythe. Die Erschließung des Gewerbegebiets war seinerzeit mit EU-Mitteln gefördert worden. Laut Berthold Meyer dürfen dort nur Unternehmen angesiedelt werden mit einem überregionalen Einzugsgebiet von mehr als 50 Kilometern. Die N-Bank hatte auf eine Mitteilung der Stadt reagiert und mitgeteilt, dass das auf dort ansässige Firmen nicht immer zutreffe.

Laut Peter Fabian ist „noch kein Kind in den Brunnen gefallen“. Da man aber nicht Gefahr laufen wolle, Fördergelder zurückzahlen zu müssen, werde man bei künftigen Ansiedlungen genau die Förderrichtlinien im Auge haben.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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