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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Mängel An Hauptkanal: Roboterauto erkundet Bösels Unterwelt

23.11.2018

Bösel Wie ist es um das Kanalnetz in Bösel bestellt? Mit moderner Technik will der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) dieser Frage buchstäblich auf den Grund gehen. Das Ingenieurbüro Garbade und Kastner aus Lilienthal untersucht seit mehreren Monaten schon im Auftrag des OOWV das Kanalnetz in Bösel.

Den Blick in den Untergrund ermöglicht eine Kamera, die auf ein kleines ferngesteuertes Auto montiert ist. Die Bilder empfängt Luca Streb im warmen Transporter, der an diesem Tag an der Holunderstraße hält. „Wurzeleinbruch und Verunreinigung“, analysiert OOWV-Projektleiter Henning Hüneke mit geschultem Blick auf die verschiedenen Monitore. Er wird später auch entscheiden, wie der Schaden behoben werden kann.

„Sobald wir in den Boden müssen, wird es teuer“, weiß Stefan Krauß, für den Landkreis Cloppenburg zuständiger Regionalleiter des OOWV. Bedeutend günstiger wird es, wenn eine Edelstahlmanschette installiert werden kann. Dieser Schaden liegt in einem Hausanschluss. Wie es um diese insgesamt in Bösel bestellt ist, könne noch nicht beurteilt werden, sagt Projektleiter Hüneke. Im Hauptkanalnetz dagegen weisen rund sieben Prozent der Haltungen sehr starke oder starke Mängel aus. „Da müssen wir kurzfristig handeln“, sagt Hüneke.

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Einige Ausbesserungsarbeiten duldeten keinen Aufschub. Früher habe es regelmäßig Probleme mit den Dichtungen geben, schildert Stefan Beckmann vom Ingenieurbüro. Durch diese sickert das Abwasser in den Untergrund; es kann zu Unterspülungen kommen, bis irgendwann Schäden an Straßen und Wegen auftreten.

Dass die Analyse des Kanals Sanierungsarbeiten nach sich ziehen würde, das war dem OOWV klar. Die Dimension der Kosten dafür wird sich zeigen. Alleine die Kamerabefahrung kostet rund 400.000 Euro.

Für die Böseler wird das höhere Abwassergebühren bedeuten denn die Arbeiten müssen gegenfinanziert werden. „Die Anpassung von Entgelten geben wir demnächst bekannt. Wir stehen dazu im Dialog mit der Gemeinde“, so OOWV-Pressesprecher Gunnar Meister.

Das kleine Auto wird durch den Hauptkanal mit einem Durchmesser von rund 20 Zentimetern – insgesamt umfasst das Netz rund 42 Kilometer – gesteuert, bleibt vor den Hausanschlüssen aber stehen. Hier wird das Kabel, das am Ende einen Kamerakopf trägt, hineingeschoben. 2000 Hausanschlüsse mit einer Länge von etwa 15 Kilometern werden in Bösel unter die Lupe genommen. Der Hauptkanal ist mittlerweile untersucht, die Hausanschlüsse fast zu 70 Prozent. Vermutlich im Januar, je nach Wetterlage, werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bevor aber das Kamerafahrzeug losgeschickt werden kann, muss das Kanalnetz spätestens 48 Stunden vorher durchgespült werden. Das übernimmt die Firma Hilker aus Friesoythe im Auftrag.

Der OOWV untersucht in im Zehn-Jahres-Rhythmus sämtlichen 39 Städten und Gemeinden, in denen er für die Abwasserbeseitigung zuständig ist, das Kanalnetz, betont Meister. Die Arbeiten in Bösel hätten „nichts mit dem Generalentwässerungsplan zu tun“, seien aber „von großer Bedeutung für einen Gesamtüberblick über das bestehende Netz“.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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