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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Nur auf ersten Blick sind’s Uhus

29.06.2019

Bösel /Ostland Da staunten sie nicht schlecht: „Wir haben schon seit ein paar Wochen ein Piepen gehört und dachten: Das sind Käuzchen, die nach ihrer Mutter rufen“, berichtete Sonja Wachtendorf. Als sie Fotos machte und diese auch Bekannten zeigte, war sie sich sicher: In ihrem Baum auf dem Grundstück der Baumschule Wachtendorf in Bösel-Ostland nisten Uhus.

Ein Elternteil und drei Jungtiere zählten Wachtendorf und ihre Mitbewohnerin, die auch die Fotos Anfang der Woche geschossen hatte. Ob es sich um Vater oder Mutter handelte, das vermochten sie aber nicht zu beurteilen.

Die Jungtiere werden langsam flügge, berichtete Wachtendorf. Sie freute sich zunächst, dass sich der Uhu augenscheinlich wieder in Bösel niedergelassen hat. In Ostland habe er wohl gute Nahrungsangebote vorgefunden.

Uhus sind in dieser Region sehr selten. Im vergangenen Jahr hatten Kinder im Bereich der Jägerstraße in Bösel einen Uhu entdeckt und fotografiert beziehungsweise gefilmt. Seinerzeit hatte Luzia Landwehr, 1. Vorsitzende des Nabu Cloppenburg, den Seltenheitswert dieser Aufnahme bestätigt. Spektakulär wäre dieser aktuelle Fall vor allem vor dem Hintergrund gewesen, dass hier der Nachweis einer Uhu-Brut gelungen wäre. Denn das hat es im Landkreis Cloppenburg seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

Auch Luzia Landwehr, 1. Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) in Cloppenburg, hatte beim ersten Blick auf die aktuellen Bilder zunächst geglaubt, dass es sich um einen Uhu und seinen Nachwuchs handelt. Die genauere Analyse der Bilder zeigt aber, dass es Waldohreulen sind. „Das kann man leicht verwechseln.“ Die Waldohreule habe aber im Gegensatz zur Eule einen Gesichtsschleier.

Rund 32 000 Brutpaare der Waldohreule gibt es in Deutschland. Sie kommen auch im Landkreis Cloppenburg regelmäßiger vor.

Mit einer Länge von 35 bis 38 Zentimetern und einer Spannweite von 83 bis 97 Zentimetern ist die Waldohreule etwa so groß wie die Schleiereule. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum. Männchen wiegen durchschnittlich 250 und Weibchen 300 Gramm.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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