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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Viele Fragen zum Thema Erschließung

03.07.2019

Bösel Reichlich Platz zum Bauen wird es für die Böseler in absehbarer Zeit geben. Fachausschuss und Gemeinderat haben am Montagabend den Bebauungsplan „Südlich der Jägerstraße“ als Satzung beschlossen. Vorab galt es allerdings, noch zahlreiche Fragen zu klären und Stellungnahmen abzuwägen.

Während der öffentlichen Auslegung – die musste wegen formaler Mängel einmal wiederholt werden – waren 13 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange ohne Anregungen und acht mit Anregungen eingegangen sowie eine private. In der privaten Stellungnahme wie auch am Montagabend während der Bürgerfragestunde ging es vor allem um die verkehrliche äußere Erschließung des Baugebiets. Bürgermeister Hermann Block machte deutlich: „Der Bebauungsplan kann nicht alle Fragen beantworten.“

Wie wird die Kreuzung Am Hook/Breslauer Straße/Jägerstraße gestaltet? Ein Kreisverkehr ist zwar weiterhin eine Option, die Umsetzung möglicherweise aber schwierig, denn auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lehnt einen Kreisverkehr ab. Alternativ: eine Ampel mit Induktionsschleifen, die für Grünphasen auf der Jägerstraße sorgen, wenn keine Autos von den Seitenstraßen kommen. Auf der Jägerstraße soll eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h gelten.

In der privaten Stellungnahme hatten Anlieger der Straße Am Wald Bedenken geäußert, weil sie befürchten, dass der Bauverkehr mit Lkw und Baufahrzeugen und später der Anliegerverkehr über ihre Straße erfolgen werde. Die Straße solle mit mobilen Pollern und Absperrbaken für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt werden, so die Anlieger. In der Sitzung verwiesen sie darauf, dass es in den 70er Jahren bereits eine Tonnenbeschränkung dort gegeben habe. Die Verwaltung sagte zu, zu prüfen, ob diese Regelung möglicherweise wieder reaktiviert werden könne. Die Verwaltung betont aber, der Bauverkehr werde zunächst über Jägerstraße/Am Hook und Heideweg verlaufen.

Skeptisch sieht Bürgermeister Block eine Temporeduzierung auf 50 km/h. Derzeit gilt auf der Straße Am Wald Tempo 100. Die Verwaltung sagte aber zu, dort nun die Geschwindigkeitsmessanlage zu installieren, um Zahlenmaterial an die Hand zu bekommen. Zudem will die Gemeinde den Zustand der Straße in Augenschein nehmen. Anlieger befürchten eine weitere Verschlechterung des Zustandes, so dass ein Neuaufbau samt Anliegerbeiträgen notwendig werde.

In welcher Form die Zufahrt zum Baugebiet über die Straße Am Wald gestaltet wird, ist derzeit noch unklar: entweder als vollwertige Zufahrt oder als versperrte Notzufahrt, die nur für Fahrräder und Fußgänger nutzbar sei. Denkbar, so Bürgermeister Block, sei ein Rechtsfahrgebot aus dem Plangebiet auf die Straße Am Wald und ebenfalls von der Straße Am Wald auf die Jägerstraße. Dazu sollen Gespräche mit den Fachbehörden folgen.

Die Einwände eines weiteren Bürgers, der auf hohe Immissionen durch landwirtschaftliche Betriebe in dem Gebiet hinweist, verweist die Gemeinde auf ein Gutachten von 2005, das Überschreitungen in Bezug auf eine Hofstelle (Sieger) sieht. Diese sei jedoch mittlerweile im Eigentum der Gemeinde. Weiterhin wird angemerkt, das der Weg für künftige Kindergarten- und Schulkinder aus dem Baugebiet gefährlich sei.

Zwar hatte der Landkreis zunächst eine Brutvogelkartierung gefordert. Die Gemeinde hatte die Bedingungen für „Offenlandvogelarten“ wie Kiebitz und Feldlerche eingehend untersucht und festgestellt: „nicht betroffen“, so die Gemeinde zur Zufriedenheit des Kreises.

Inhaltlich sind lediglich auf Anregung von Matthias Preuth (Bündnis Bösel) im südlichen Wohnquartier statt der geplanten vier nur noch zwei Wohneinheiten pro Grundstück erlaubt. In den allgemeinen Wohngebieten sind je Einzelhaus höchstens zwei Wohneinheiten zulässig. In einigen Quartieren sind auch vier Wohnungen erlaubt. In einem Quartier ist die Firsthöhe auf sieben Meter und die Traufhöhe auf 4,50 Meter begrenzt, während sie in den übrigen Wohngebieten mit neun Meter und 6,50 Meter festgesetzt ist.

Rund 100 Bauplätze können geschaffen werden.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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