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8%
NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Breite Front gegen Schließungspläne

27.11.2012

Cloppenburg /Emstek /Löningen Politik, Ärzte und Mitarbeiter in Löningen und Emstek kämpfen für den Erhalt ihrer Krankenhäuser. An beiden Standorten sind für Freitagabend Demonstrationen geplant.

In Löningen haben sich Vertreter der im Stadtrat vertretenen Fraktionen, Ärzte und Mitarbeiter der Klinik in einem breiten Bündnis zusammengeschlossen, um für die Zukunft der Einrichtung zu kämpfen. Eine mit Nachdruck verfolgte Option ist dabei der Ausstieg aus dem Klinikverbund Katholische Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM). Falls innerhalb des Verbundes keine tragfähige Lösung gefunden werden kann, soll ein neuer Partner gefunden werden. Dem Ausstieg müssen allerdings laut Gesellschaftervertrag die Kuratorien alle vier Stiftungen zustimmen. Gedankenspiele betreffen Kooperationen mit Kliniken in Quakenbrück oder Meppen.

„Auf die Barrikaden“ lautet das Motto in Emstek: Am Mittwoch soll die Politik eine Resolution verabschieden, in der der Erhalt des Standortes, eine Zukunft für die Mitarbeiter und mehr Transparenz von Seiten der KKOM eingefordert werden soll.

Die Gemeinde will zudem in einem Gegengutachten die Wirtschaftlichkeit des Standortes Emstek untersuchen lassen. „Wir haben das Gefühl, dass die Geschäftsleitung der KKOM den Standort Emstek in den vergangenen Monaten bewusst vernachlässigt hat“, sagte Bürgermeister Michael Fischer gegenüber der NWZ . „Wir fühlen uns hinters Licht geführt.“ Auf allen Ebenen gebe es Informationsdefizite, die dringend behoben werden müssten – zumal, wenn – wie von KKOM-Geschäftsführung Michael gr. Hackmann prognostiziert – die Kommunen sich etwa in Form von Bürgschaften an der Rettung des Klinikverbundes beteiligen sollen.

Beim Landkreis Cloppenburg, zuständig für die Krankenhausversorgung im Landkreis, ist bislang kein Antrag dazu eingegangen. Der Kreis wird prüfen müssen, inwieweit Zuwendungen von Seiten der Kommunen für die Krankenhäuser überhaupt rechtlich möglich sind.

Keine Alternative ist für Bürgermeister Fischer der Plan, statt der Orthopädie die Verwaltung der KKOM und den Palliativbereich in Emstek anzusiedeln. Fischer: „Wir haben eine hervorragend ausgestattete Klinik auf dem Stand der Technik mit einem sehr guten Ruf.“

Ärzte und Mitarbeiter in Löningen monieren, vor dem Eintritt in die KKOM sei das St.-Anna-Stift ein gesundes Hospital gewesen und haben schwarze Zahlen geschrieben. Deshalb mehren sich dort nun die Stimmen für einen Ausstieg: „Wir haben mit dem Sanierungsplan erhebliche Probleme“, begründete Bürgermeister Thomas Städtler. Offenbar gibt es bereits erste Erfolge des Löninger Drucks: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC soll nach Berichten mit mehr Nachdruck am Erhalt des Standortes Löningen arbeiten.

Die Mitarbeiter-Vertretung ruft gemeinsam mit den katholischen Verbänden für Freitagabend, 18 Uhr, zu einem Demonstrationszug auf. Los geht es beim Krankenhaus und endet auf dem Kirchplatz mit einer Kundgebung.

Demonstriert wird auch in Emstek: Für diesen Freitag, 18 Uhr, wird ein Protestmarsch durch Emstek gehen. Treff ist laut Monika Gerken von der Mitarbeiter-Vertretung der Parkplatz beim Nettomarkt. Zur abschließenden Kundgebung sind Pfarrer Michael Heyer als Vorsitzender des Kuratoriums, der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jörg Ohnesorg, Bürgermeister Michael Fischer (CDU) und der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Heinz Janßen, eingeladen.

Die Mitarbeiter in Emstek und Löningen wollen ihrer Forderung, die Häuser zu erhalten, zudem mit Unterschriftenlisten Nachdruck verleihen. In Löningen werden sie ebenso verteilt wie in Emstek. Dort liegen sie in allen Ortsteilen in den Geschäften und Tankstellen aus.

Reiner Kramer
stv. Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2901

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