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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Protest In Friesoythe: Anlieger wehren sich gegen Flüchtlingsheim

05.02.2016

Friesoythe „Diese Planungen sind vollkommener Unfug. Flüchtlinge sollen dezentral untergebracht werden. Was hier jetzt passieren soll, ist eine Zentralisierung“, sagt Bernhard Schüer, Anwohner des Bereichs Galgenberg im Süden des Stadtkerns von Friesoythe. Zusammen mit mehr als 60 weiteren Anwohnern und Grundstückseigentümern, die in dem neuen Baugebiet noch bauen wollen, traf er sich am Mittwochabend in der Werkshalle von Dierk Ortmann an der Wangerooger Straße zu einer spontan ins Leben gerufenen Anwohnerversammlung. Es geht um vier mögliche Standorte von Flüchtlingsunterkünften, die die Stadt Friesoythe derzeit auf Machbarkeit prüft. Und ein Grundstück für ein Heim befindet sich direkt an der Spiekerooger Straße im Baugebiet Galgenberg (die NWZ  berichtete).

Dort wird schon kräftig gebaut. Ein Mischgebiet und ein reines Wohngebiet entstehen rund um den Uhlenborgsweg, die Wangerooger, Langeooger und Spiekerooger Straße. Fast genau in der Mitte plant die Stadt Friesoythe ein Flüchtlingsheim mit bis zu 80 Personen. Nur ein paar 100 Meter weiter, am Ende der Thüler Straße neben dem Allwetterbad Aquaferrum, könnte ebenfalls ein Heim gebaut werden. Rechnet man die schon bestehenden Einrichtungen in der Nähe hinzu – am Pehmertanger Weg und an der Spreestraße – sind es vier Flüchtlingsheime auf kurzer Distanz. Zu viel, wie die Anwohner finden. „Warum werden alle Standorte in den Stadtkern von Friesoythe gelegt? Warum werden keine Heime in den umliegenden Dörfern gebaut“, wundert sich Bernhard Schüer.

„Sicherlich ist keiner von uns ausländerfeindlich oder hat etwas gegen die Flüchtlinge. Doch mit diesen Planungen der Stadt kann keine erfolgreiche Integration stattfinden“, sagte Hermann Tepe. Neben solch „alteingesessenen“ Anwohnern wie Tepe nahmen aber auch viele junge Menschen an der Versammlung teil, die bald in diesem Wohngebiet bauen wollen. Der Preis pro Quadratmeter liegt dort bei ungefähr 65 Euro. „Alle, die hier bauen wollen, haben viel Geld in die Hand genommen und teure Grundstücke gekauft. Ein Flüchtlingsheim in einem Wohngebiet ist auch eine Wertminderung“, sagt Dennis von Horn. Mehrere Familien hätten sich sogar vor dem Kauf bei der Stadt erkundigt, ob das Gebiet jemals für Flüchtlingsheime in Frage kommt. Die klare Antwort der Stadt habe damals „Nein“ gelautet, so die Anwohner. „Hätten wir dies vorher gewusst, hätten wir über den Kauf sicherlich noch einmal nachgedacht“, hieß es aus der Gruppe.

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Grund für die aktuelle Standortplanung ist, dass die Stadt, wie berichtet, aufgrund der Finanzlage nur eigene Liegenschaften für die geplanten Heime nutzen kann. Auch dafür haben die Anwohner einen Lösungsvorschlag. „Wenn man diese Grundstücke schon so teuer verkauft, kann man doch sicherlich irgendwo in den Außengebieten günstigeren Grund erwerben“, so von Horn.

Einig waren sich die Anwohner darüber, dass ein Brief an den Bürgermeister auf keine große Resonanz hoffen lasse. „Wir brauchen Rechtsbeistand. Einen Fachanwalt, der sich auf solche Anliegen spezialisiert hat“, sagte Bernhard Schüer. Auch die Idee zur Gründung einer Bürgerinitiative fand Anklang unter den Teilnehmern. Sobald ein entsprechender Anwalt gefunden wurde, wird sich die Anwohnergruppe erneut treffen.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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