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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Dorfentwicklung: Votum für abgespeckte Variante

23.01.2020

Cappeln Cappeln soll ein Dorfgemeinschaftshaus und Rathaus in der Dorfmitte erhalten. So weit, so klar. Wie genau das aussehen soll, darüber wird aber seit Monaten debattiert. Das öffentliche Interesse zeigte sich am Dienstagabend auch daran, dass zahlreiche Bürger der Sitzung des Planungsausschusses folgten.

Der entschied zum Ende der mehr als einstündigen Diskussion mit Stimmen der CDU-Mehrheit (sechs Ja, fünf Nein) eine abgespeckte Variante auf Grundlage des Siegerentwurfs aus dem Architektenwettbewerb dem Rat zum Beschluss zu empfehlen. Das Gebäude im Kreuzungsbereich Cloppenburger Straße/Große Straße soll weder Platz für die Polizei noch für die Bücherei vorhalten – wenngleich aus Reihen der CDU der Wunsch geäußert wurde, die Polizei in den Ort zu holen. 6,9 Millionen Euro sind veranschlagt, 1,12 Millionen Euro könnten an Fördergeldern fließen.

Teils hitzige Rededuelle lieferten sich die Fraktionen, nachdem Bürgermeister Marcus Brinkmann sich klar dafür ausgesprochen hatte, den Siegerentwurf in der bisherigen Form umzusetzen. 1,1 Millionen Euro an Synergieeffekten könnten geschaffen werden, wenn Dorfgemeinschafts haus und Rathaus gemeinsam gebaut würden.

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Der ursprünglichen Idee, dass auch die Kirche mit ihrem Pfarrheim einziehen könnte, erteilte die Kirchengemeinde im September eine Absage und will ein eigenes Pfarrheim errichten. Trotzdem seien weiterhin Gespräche geführt worden, versicherte Brinkmann, zuletzt noch im Dezember.

Die „Rolle rückwärts“, die komplette Neuplanung, beurteilte Verwaltungschef Brinkmann als „falschen Weg“ und „fatales Signal“ gegenüber der Bevölkerung.

Die ursprünglich für die Kirche geplanten Räume sollten nach Überlegungen der Verwaltung für die Sozialstation, ein Jugendzentrum, die Tagespflege „Wolkentanz“ oder ein Café genutzt werden. Den Einwand, ein Café anzubieten sei nicht Aufgabe der Gemeinde, könne er „nachvollziehen“, so Brinkmann. Allerdings „würde ich mitgehen, wenn wir es schaffen, so den Ortskern zu beleben“.

CDU-Ratsherr Stephan Ahrens warnte vor allem vor den hohen Kosten: In der abgespeckten Variante könnten fast 800 000 Euro eingespart werden, rechnete er vor. Sein Vorschlag: eine Neuplanung mit einem Kostendeckel von 5,5 Millionen Euro. Dieser Antrag fand ebenso keine Mehrheit wie der von Maik Bakenhus (CDU), der den Kostendeckel auf vier Millionen Euro setzen wollte. CDU-Ratsfrau Mechthild Bültermann betonte, man dürfe keinen Leerstand schaffen, um diesen dann wieder beseitigen zu müssen.

Annette Ostermann (UWG) reagierte „mit Befremden“ auf diese Vorstöße. Dass die Gemeinde „regelnd und fördernd“ eingreife, sei sinnvoll, um den teuren Bauplatz in Cappelns Ortsmitte optimal zu nutzen. Die Kosten für dieses Projekt könne sich die Gemeinde leisten, verwies sie auf Aussagen des Kämmerers.

Frank Garling (SPD) hegte die Befürchtung, dass zu klein gebaut werde und verwies auf Erfahrungen mit der Turnhalle und der Kita in Sevelten. Ursula Niemeyer (CDU) hält die Planungen dagegen für „viel zu groß“.

Clemens Poppe (FDP), nicht stimmberechtigt im Ausschuss, hätte gerne die zweite Variante noch etwas kleiner gesehen. Ein privater Investor könnte auf dem freien Platz in der ersten Reihe zum Zuge kommen, um Angebote wie ein Café oder Bistro zu schaffen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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