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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Wie aus einer Cloppenburger Siedlung ein Stadtteil wurde

20.08.2019

Cloppenburg Den Werbeslogan „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ des schwedischen Möbelriesen Ikea hat sich der Cloppenburger Stadtteil Sternbusch wohl als Vorbild genommen. Das mutmaßte der Vorsitzende der „Siedlergemeinschaft Sevelter Straße“, Thomas Wessels, am Sonntag bei der Eröffnung der Ausstellung „50 Jahre Siedlergemeinschaft Sevelter Straße 1969 bis 2019“ im Rathaus der Stadt Cloppenburg.

Mit wenig Geld, viel Muskelkraft und Enthusiasmus habe man aus Weiden und Äckern im südlichen Teil der Stadt Cloppenburg ein Wohnquartier geschaffen, das heute 4000 Einwohner zählt und nicht mehr als Siedlung gelte, sondern als Stadtteil Cloppenburgs. „Wir sind Sternbusch, und wir sind stolz darauf“, sagte er unter dem Applaus der gut 150 Besucher der Ausstellungseröffnung.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) betonte die Gemeinschaft der Siedlung Sevelter Straße. Diese Gemeinschaft, die vor 50 Jahren mit 23 Siedlern begann, gestaltete die Menschen und prägte den Zusammenhalt, sagte er. Er zollte der Ausstellung, die die Geschichte der Siedlung auf 25 Exponaten widerspiegelt, großes Lob und dankte den vielen Helfern – und hier besonders Norbert Marquering und Josef Kuper für deren Einsatz.

In Form eines Interviews blickten Vereinskassenführerin Stephanie Janssen und der stellvertretende Direktor des Museumsdorfs, Dr. Michael Schimek, auf die Geschichte der Siedlungen zurück. Eine Kleinsiedlung sei geprägt vom Zusammenhalt untereinander, sagte Schimek. Dort gehe das Zusammenleben über das höfliche Grüßen hinaus. „Das macht den Sternbusch aus“, lobte er. Den Menschen nach dem Ersten Weltkrieg eine Lebensgrundlage zu schaffen, sei das Ziel der Kleinsiedlungen gewesen, fuhr Schimek fort. Die Weimarer Verfassung habe einen „gesunden Wohnraum“ versprochen.

In den wirtschaftlich schweren Zeiten sei das Einfamilienhaus mit Nutzgarten und Kleinvieh eine wirkliche Lebensgrundlage gewesen. Diese Struktur sei Ende der 1960er Jahren im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs unmodern geworden, habe aber im Sternbusch noch Fuß gefasst. Heute finde ein Aushandelsprozess statt, weil es unterschiedliche Bedürfnisse des Wohnens gebe. Die Stadt Cloppenburg versuche, eine gute Mischung zwischen Einfamilienhäusern und verdichteter Bauweise herzustellen. Es käme auf die Menschen an, wo sie sich wohlfühlten.

„Wir verjüngen uns gerade wieder“, freute sich der Vorstand. Und Familie Möller stellte fest: „Wir haben alles richtig gemacht, hier ein Haus zu kaufen.“ Sie hob die zentrale Wohnlage und die ruhige Umgebung heraus.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses bis Mittwoch, 18. September, zu sehen.

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