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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Schon bald neue Absatzchancen in China?

23.05.2019

Cloppenburg Über weitere Exportchancen der Geflügelmäster ist am Mittwoch beim 7. Fachforum Geflügelmast in der Cloppenburger Münsterlandhalle nur am Rande informiert worden: Dabei kann sich schon im Herbst der chinesische Markt auch für Geflügelprodukte – anfangs vor allem für die hierzulande nicht so begehrten Flügel und Füße – öffnen. Das nötige Veterinärabkommen sei abgehakt, jetzt gehe es in konkrete Verhandlungen mit einzelnen Lieferanten, hieß es.

Die Nachfrage der Chinesen nach Schweinefleisch hat den Preis auf 1,80 Euro/kg getrieben – plus 44 Cent innerhalb von wenigen Wochen. Auf diese Markterfolge hoffen auch die Geflügelmäster. Während die Kreise Cloppenburg, Vechta und Emsland durchweg mit jeweils rund 1,5 Millionen gehaltenen Tieren die Hochburgen der Schweinemast bilden, haben sich im Laufe der Zeit im Geflügelbereich die Regionen speziell entwickelt: das Emsland mit jährlich 300 Mio. Masthähnchen, Cloppenburg mit 2,6 Mio. gehaltenen Puten und Vechta mittlerweile wieder als Legehennen-Zentrum.

Die Probleme seien, so Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer, überall die gleichen: Nitrate und Nitrite. Die Nährstoffdebatte dürfe aber nicht völlig unabhängig von den Bemühungen um mehr Tierwohl geführt werden. Da bilde das Fachforum in Cloppenburg eine „gebündelte Darstellung des speziellen Knowhows“.

So wurde ausführlich informiert über den eigentlich zum Ende des Jahres nötigen Verzicht auf das Schnabelkürzen, über Auswirkungen der stickstoffreduzierten Fütterung in der Hähnchenmast, über Pflanzenkohle im Mastfutter sowie eine verhaltensgerechte und tierwohlorientierte Haltung.

„Diese Themenvielfalt und das Interesse der Geflügelmäster zeigen, dass sich unsere Tierhalter ihrer Verantwortung bewusst sind“, meinte Friedrich-Otto Ripke, Chef der Niedersächsischen Geflügelmäster. „Aber das alles geht nur, wenn es eine Kostenerstattung gibt“, machte er schnell deutlich, „und das nicht auf dem Rücken der Mäster“. Der Lebensmitteleinzelhandel und der Staat zahlten dafür nicht.

50 Aussteller präsentierten sich in Cloppenburg. Mitten unter ihnen Wiesenhof und Rothkötter, Nummer eins und zwei der Hähnchenmast. Als vor zehn Jahren Rothkötter daran ging, diesen Markt aufzumischen, befürchtete Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst (Vechta) eine „Hähnchen-Blase“ – also eine völlige Überproduktion. In diesem Punkt lag der in Agrarkreisen anerkannte Hochschullehrer daneben. Der Export-Erfolg sei so nicht zu erwarten gewesen, meinte er kürzlich.

Ripke verwies auf mögliche Steigerungen, denn der Selbstversorgungsgrad liege bei Eiern nur bei 65 Prozent, bei Puten bei 70 Prozent und selbst bei Masthähnchen erst bei 98 Prozent. So gesehen könnte der chinesische Markt auch hier für neue Impulse sorgen. Jedenfalls reisen die Geflügelmäster im Juli mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ins Reich der Mitte.

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