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Bericht Des Landkreis Cloppenburg: Erstmals über zehn Millionen Schweine geschlachtet

10.10.2018

Cloppenburg Erstmals sind im Jahr 2017 im Landkreis Cloppenburg mehr als zehn Millionen Schweine geschlachtet worden. Das geht aus der Wirksamkeitsanalyse der Kontrolltätigkeiten und -regelungen im Landkreis Cloppenburg hervor (siehe Infobox). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg der Schlachtungen um über sechs Prozent. „Während anderswo Schlachtbetriebe geschlossen wurden, befanden sich die Betriebe im Landkreis Cloppenburg auf einem am Export orientierten Expansionskurs“, heißt es in der Analyse.

Weniger Puten

Analyse enthält Zahlen und Fakten von 2001 bis 2017

Auf Initiative der Gruppe Grüne/UWG im Kreistag Cloppenburg hat der Landkreis Cloppenburg alle Ergebnisse seiner Kontrollen bei allen Tierarten im Landkreis auf seiner Homepage (www.lkclp.de/uploads/files/wirksamkeitsanalyse_2017.pdf) veröffentlicht.

Die Wirksamkeitsanalyse der Kontrolltätigkeiten und -regelungen in den Bereichen Lebensmittelüberwachung, Tiergesundheit und Tierschutz enthält Aussagen zum Qualitätsmanagement der Lebensmittelüberwachung, zur Fleisch- und Geflügelfleischhygiene und zu den Schlachtzahlen. Zudem geht es um die Tierseuchenbekämpfung, den Tierschutz und die Tiertransporte, sowie Rückstandsüberwachung und Tierhalterbestände von 2001 bis 2017.

14 Maßnahmen enthält ein Aktionsplan, der aus der Analyse der Kontrolltätigkeiten entwickelt worden ist. Der Bericht umfasst insgesamt 115 Seiten. Mit der Veröffentlichung der Wirksamkeitsanalyse trägt der Landkreis Cloppenburg dazu bei, dass die Fakten transparent sind und die häufig emotional aufgeladene Diskussion zum Tierschutz versachlicht werden kann.

Die Rinderschlachtzahlen sind indes mit gut 156 000 Tieren im Jahr 2017 konstant geblieben. In den Geflügelschlachtbetrieben sind die Schlachtzahlen von Puten im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent auf 5,85 Millionen Tiere gesunken. Damit ist das Niveau von 2016 ungefähr wieder erreicht. Schlachtungen bei Enten (plus 32 Prozent auf 146 000 Tiere) und bei Gänsen (plus 6,42 Prozent auf 71 874 Tiere) haben dagegen zugelegt. Bei Legehennen gab es eine Abnahme um neun Prozent auf 648 793 Tiere.

In Anbetracht der gestiegenen Schlachtzahlen hat auch die Zahl der Rückstandsproben zugenommen. So wurden bei Schweinen 45 596 Proben auf Rückstände von Antibiotika und 4968 Proben auf weitere Substanzen untersucht – die Mängelquote lag bei 0,01 beziehungsweise 0,02 Prozent. Diese Zahlen entsprechen einem neuen Tiefstand. Bei Rindern, Kälbern und im Bereich Geflügelschlachtung waren die Proben ohne Beanstandung.

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Kontrollen bei Tierschutz

Auch auf den Bereich Tierhaltung geht der Bericht des Landkreises ein: Der Tierschutz bleibt laut des Kontrollberichtes dennoch zum Teil auf der Strecke. Die von Schlachthöfen gemeldeten Beanstandungen sind auf gleichem Niveau geblieben (102 Verstöße im Jahr 2017, 116 Verstöße im Jahr 2016). Aufgrund schwerwiegender Tierschutzverstöße mussten im Frühjahr je eine Schweine- und eine Rinderhaltung aufgegeben werden, heißt es in der Analyse.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 524 Kontrollen (Erst- und Nachkontrollen) in Schweine-, Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelhaltung durchgeführt. Im Vorjahr waren es 942 Kontrollen in denselben Bereichen.

Auch die Arbeit der Tierseuchenbekämpfung ist im Bericht des Landkreises aufgeführt. So gehörte im Jahr 2017 unter anderem die Kontrolle von Schweinehaltungen nach der Schweinehaltungshygieneverordnung dazu. Kontrolliert wurden hier 230 Betriebe.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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