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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

3650 Euro fließen zum Wanderlicht

12.01.2019

Cloppenburg 3650 Euro haben die mehr als 200 Gäste des 30. DeHoGa-Neujahrs­empfangs am Donnerstagabend in der Stadthalle dem stationären Hospiz Wanderlicht gespendet. „Wir sind überglücklich. Das ist ein guter Start ins Jahr für das Hospiz, das am 1. April eröffnet wird“, sagte Wanderlicht-Geschäftsführerin Heike Büssing. Organisiert wird der Neujahrsempfang alljährlich vom DeHoGa-Kreisverband Cloppenburg. Bereits im vergangenen Jahr waren beim Neujahrsempfang fast 6000 Euro für das Wanderlicht zusammengekommen.

Auf die Bedeutung des Hospizes für die Gesellschaft ging auch Festredner Pfarrer Heiner Zumdohme aus Damme ein. Dort könne man dem Leben auf die Spur kommen, sagte er. Nicht Sterbe-, sondern Lebensbegleitung sei das Motto eines Hospizes. Die Mitarbeitenden täten Dienst am Leben und nicht am Tod, für mehr Lebensqualität, -freude, -lust und -glück. So mischten sich auch nachdenkliche Töne in seinen launigen Beitrag, der mit stehendem Applaus quittiert wurde. Zumdohme, selbst aus einer Gastwirtsfamilie stammend, verstand es immer wieder, Kirche und Gastwirtschaft in Verbindung zu bringen, und so eine Symbiose herzustellen. Der Sonntagsgottesdienst ohne einen anschließenden Frühschoppen sei früher undenkbar gewesen, stellte er fest. Er verglich die Gastwirtschaft auch mit einem Beichtstuhl. „Es heißt ja ,in vino veritas’“(im Wein liegt die Wahrheit), klärte er die Gäste auf, „mit dem Unterschied, dass man sich in der Gastwirtschaft nicht an das Beichtgeheimnis halten muss“, sagte er augenzwinkernd.

Auch seine Berufung zum Priester habe er der Gastwirtschaft zu verdanken, denn sein Bierzapfen sei so unprofessionell gewesen, dass sein Vater darauf nur die Antwort „Wärst du man Pastor“ geben konnte. In der Kneipe gelte das Gebot Jesu, verdeutlichte Zumdohme: allen Menschen Respekt zollen, egal welcher Hautfarbe, welcher Religion, welcher Herkunft und somit mit allen Menschen zurecht zu kommen.

Sichtlich überrascht und gerührt war der Thüler Gastwirt Bernhard Sieger, als er zum Gastronom des Jahres proklamiert wurde. Die Geschäftsführerin des DeHoGa-Bezirksverbands Weser-Ems, Hildegard Kuhlen (selbst aus Thüle), hielt die Laudatio, in der sie den Sieger als leidenschaftlichen Gastronom bezeichnete, der auch über den Tellerrand hinausschaue, was sein gesellschaftspolitisches Engagement beweise. Kultstatus hätten die vielen Veranstaltungen bei „Sieger Thüle“ erreicht, „die auch meine Jugend prägten“, sagte Kuhlen. Sieger gab die Auszeichnung an seine Frau Renate weiter, denn eigentlich müsse es „gastronomisches Ehepaar des Jahres“ heißen, so intensiv sei die Unterstützung seiner Frau immer gewesen.

Zuvor hatte DeHoGa-Kreisvorsitzender Klaus Fleming den Empfang in der festlich geschmückten Stadthalle eröffnet, zu dem er zahlreiche Gäste des öffentlichen Lebens begrüßte. Die Feuerwehrkapelle Cloppenburg umrahmte mit schmissigen Melodien den Jahresauftakt.

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