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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

BV Cloppenburg in finanzieller Schieflage

30.01.2019

Cloppenburg Der BV Cloppenburg hat einen neuen Vorsitzenden. Am Montagabend wählten die 102 stimmberechtigten Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Taphorn Dr. Jürgen Vortmann zum neuen Präsidenten. Der Cloppenburger Rechtsanwalt löst Herbert Schröder ab, der den Club zuletzt als Notvorstand geleitet hatte. Schröder war im November 2018 vom Oldenburger Amtsgericht eingesetzt worden, nachdem die Justizbehörde den Unternehmer Yilmaz Mutlu als Notvorstand abgesetzt hatte. Wie berichtet, hatte Mutlu – vermutlich unwissend – bei einer Vertragsverlängerung gegen die Satzung verstoßen.

Wer komplettiert den neuen BVC-Vorstand?

Neben dem 63-jährigen Vortmann ließen sich Daniel Plate (Erster Vizepräsident), Dirk Meyer (Zweiter Vizepräsident) und Laurenz Rake als Beisitzer in die neue Führungsriege wählen. Auch sie hatten – genau wie Vortmann – keine Gegenkandidaten gehabt. Bevor die Neuwahlen starteten, hatte Ehrenratsmitglied Günther Nietfeld die Entlastung des Notvorstandes beantragt. Diesem Antrag wurde stattgegeben.

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Der Club bewegt sich wirtschaftlich in schwierigen Zeiten. Bis zum 30. Juni 2019 werden laut Schröder 250.000 bis 280.000 Euro benötigt, um den Spielbetrieb bis zum Ende der laufenden Saison zu sichern. Doch damit ist es nicht getan, schließlich gilt es auch, bereits an die neue Saison zu denken. Auch eine Spielzeit 2019/2020 will finanziert werden – ein finanzieller Kraftakt.

Ist der BVC finanziell über den Berg?

Der neue Vorsitzende Vortmann redete Tacheles: „Der Verein ist noch nicht gerettet, und die Saison ist nicht gesichert. Das wird eine schwierige Mission, eine echte Herkulesaufgabe.“ Doch er gab sich kämpferisch und zuversichtlich. „Wir wollen die Ärmel hochkrempeln und etwas tun. Aber alleine schaffen wir es nicht. Helft uns, wo ihr könnt“, richtete Vortmann eine klare Botschaft an die Mitglieder. Dass der Verein lebe, machte er auch an der großen Teilnehmerzahl bei der Versammlung fest. Zugleich wagte er einen Blick in die Zukunft: „Der Verein braucht eine neue Struktur. Zudem planen wir, die Satzung zu überarbeiten.“

Erfreulich sei, dass alle fälligen Verbindlichkeiten im Bereich Lieferungen und Leistungen per 28. Januar 2019 gedeckt seien und somit bilanztechnisch eine schwarze Null stünde, hieß es.

Wie hoch sind die langfristigen Verbindlichkeiten?

Wie aus der Bilanz hervorgeht, hatte der BVC zum 31. Dezember 2017 rund 920.000 Euro langfristige Verbindlichkeiten. Da die Gläubiger – und hier vor allem Gönner und Sponsoren – im Vorfeld der Versammlung ihre Darlehen in Spenden umgewandelt und so auf mehrere hunderttausend Euro verzichtet hatten, lag die Summe der sonstigen Verbindlichkeiten zum 28. Januar 2019 bei nur noch 470.000 Euro. Dieser bestehende Rest sei zu einem überwiegenden Teil – so Vortmann am Dienstag auf Nachfrage – der Finanzierung der Haupttribüne geschuldet.

Zu Beginn der Versammlung hatte Notvorstand Schröder einen Blick zurück auf das Jahr 2018 geworfen. „Es war sicherlich für viele auch eine Zeit, die wir nicht jedes Jahr haben müssen.“ So erinnerte er unter anderem daran, dass der BVC im vergangenen Dreivierteljahr nicht weniger als drei Präsidenten beziehungsweise Notvorstände gehabt habe.

Zum Abschluss wünschte er allen künftig handelnden Personen Erfolg, sowohl im sportlichen, als auch im wirtschaftlichen Bereich. „Möge das vor uns liegende Jahr, das Jahr unseres hundertjährigen Bestehens, ein Jahr sein, an das man sich noch lange mit Freude zurückerinnert“, sagte Schröder, der während seiner Amtszeit die finanzielle Konsolidierung des Clubs maßgebend vorangetrieben hatte. Eine Sparpolitik, für die es angesichts knapper Kassen wohl auch keine Alternative gab und gibt.

Werden nun die Mitgliedsbeiträge erhöht?

Vortmann punktete schnell bei den Mitgliedern, als es um die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge ging. „Mein Vorschlag ist es, die Beiträge so zu lassen, wie sie sind.“ Somit war eine mögliche Beitragserhöhung schnell vom Tisch.

Angesichts der großen Teilnehmerzahl von 102 Mitgliedern bei der Versammlung hatten viele Kenner der Szene erwartet, dass es ordentlich „scheppern“ würde – doch der große Knatsch blieb aus.

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