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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

So werden Schlachthöfe kontrolliert

11.01.2019

Cloppenburg 266 Mitarbeiter des Landkreises Cloppenburg arbeiten als amtliche Fachassistenten oder Tierärzte auf den Schlachthöfen des Landkreises Cloppenburg. Wie sehen die Kontrollen eigentlich genau aus, wer macht was, wann und warum? Die NWZ hat einmal beim Landkreis Cloppenburg nachgefragt, wie die Kontrollen beispielsweise bei Vion in Westeremstek laufen. Die Großschlachterei mit 1300 Mitarbeitern schlachtet in der Woche rund 65.000 Schweine (Stand: September 2018).

Wie viele Kreis-Mitarbeiter kontrollieren Vion?

Der Landkreis – so Kreissprecher Frank Beumker – führt bei Vion grundsätzlich eine „Rund um die Uhr“-Überwachung im Drei-Schichtsystem durch. In den beiden Schichten tagsüber sind täglich insgesamt 31 Landkreis-Mitarbeiter dabei, die alle Bereiche des Schlachthofs von der Anlieferung über die Schlachtung bis zur Verladung kontrollieren. Die nächtliche Anlieferung der Schweine überwacht je ein Kreis-Beschäftigter.

Gibt es zusätzliche Kontrollen?

Ja. Zusätzliche Kontrollen bringen die amtlichen Fachassistenten oder Tierärzte anhand von Hygiene-Checklisten über die Bühne: Die Überprüfungen werden bei den Viehtransportern dreimal täglich und im Bereich Zerlegung zweimal täglich durchgezogen. Außerdem gibt es regelmäßige Verladekontrollen – für Länder wie China sind diese permanent. Eine Kontrolle dauert eine Stunde, die Kontrollen werden von einer bis drei Personen durchgeführt.

Gibt es weitere Überwachungsmechanismen?

Zusätzlich werden vom kreisangehörigen Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung mindestens einmal monatlich unabhängige Kontrollen aller Bereiche durchgeführt. Diese Kontrollen dauern mehrere Stunden und erfolgen im Vier-Augen-Prinzip. Daneben gebe es Zulassungskontrollen seitens des Lebensmittel- und Veterinärinstituts (Laves) im Abstand von ein bis drei Jahren, erklärte Beumker.

Welche Bereiche kontrolliert der Kreis konkret?

Der Landkreis Cloppenburg kontrolliert jeden Rechtsbereich von der Lebendviehannahme (Dokumentenkontrolle, Abladen, Wartestall, Zutrieb, Betäubung, Entbluten) über den Schlachtprozess (Fleischuntersuchung), die Hygiene in und beim Schlachtvorgang, die Hygiene in der Zerlegung, die Verpackung und Kühlung bis hin zur Kontrolle der Lkw für die ausgehende Ware.

Wie hoch ist die Mängelquote?

Eine Mängelquote liegt laut Kreisverwaltung nicht vor. Seit 2016 – so Beumker – seien aber keine ordnungsbehördlichen Verfügungen seitens des Landkreises gegen den Betrieb ergangen. Sollten Mängel im Bereich Hygiene erkannt werden, würden diese meistens sofort seitens des Betriebs abgestellt. Ansonsten werde die Abarbeitung durch die Fleischuntersuchungsstelle des Kreises bei Vion kontrolliert. Eine Auswertung der gesamten Hygienechecklisten, die mehrfach täglich ausgefüllt werden, sei nicht zielführend, so Beumker abschließend. Denn es würden nicht bei jeder Kontrolle Hygiene- oder bauliche Mängel auftreten.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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