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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Genossenschaftsbanken: Banken wollen 2019 fusionieren

11.01.2018

Cloppenburg /Garrel Die Volksbank Cloppenburg und die Raiffeisenbank Garrel wollen im Jahr 2019 fusionieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Vorstände Jürgen Fuhler und Norbert Hauptvogel von der Volksbank Cloppenburg sowie Rainer Herbers und Ludger Ostermann von der Raiffeisenbank Garrel gemeinsam mit den Aufsichtsräten der beiden Banken am Dienstag unterzeichnet. Die neu entstehende Bank wird mit einer Bilanzsumme von knapp einer Milliarde Euro, 29 000 Kunden und 115 Mitarbeitern zu den größten Genossenschaftsbanken im Weser-Ems-Gebiet gehören.

„Beide Banken sind kerngesund, kooperieren seit Jahren miteinander und begegnen sich als Partner auf Augenhöhe“, betont Fuhler. „Wir wachsen beide seit Jahren kontinuierlich und überdurchschnittlich, unsere Geschäftsgebiete entwickeln sich sehr dynamisch und ergänzen sich hervorragend. Wir fusionieren aus einer Position der Stärke heraus.“ Ziel der Fusion sei es, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Werden Arbeitsplätze abgebaut?

„Ein Abbau von Arbeitsplätzen ist nicht vorgesehen“, ergänzt Herbers. Denkbar sei sogar das Gegenteil, denn die Banken wollten durch die Fusion nach eigenen Angaben die regionale Identität der Genossenschaftsbanken in Molbergen, Garrel und Cloppenburg weiter stärken.

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„Wir werden die dezentralen Strukturen, die spürbare Kundennähe und die schnellen Entscheidungswege als Fundament unseres Erfolgs ebenso beibehalten wie die Namen Raiffeisenbank Garrel, Volksbank Cloppenburg und Volksbank Molbergen“, erklärte Herbers weiter. Dadurch soll die regionale Verankerung zukünftig noch stärker zum Ausdruck gebracht werden.

Warum fusionieren die beiden Banken?

Synergieeffekte ergeben sich bei der weiteren Digitalisierung und im Bereich der Regulatorik. „Bislang stehen wir beide vor den gleichen Aufgaben wie deutlich größere und bundesweit agierende Kreditinstitute“, erläutert Hauptvogel. Statt täglich zwei Berichte von zwei Banken bekämen die diversen Kontrollinstitute künftig nur noch einen Bericht von einer Bank. Kapazitäten, die mittelfristig dadurch frei würden, kämen direkt den Kunden und Mitgliedern zugute.

Geplant sei auch, zusätzlich spezielles Know-how aufzubauen. „Wir können die Vorteile einer größeren wirtschaftlichen Einheit nutzen und dadurch den Anforderungen unserer Kunden noch besser gerecht werden“, so Ostermann.

Wer bringt die Fusion praktisch über die Bühne?

Im laufenden Jahr sollen diverse Arbeits- und Projektgruppen die Zusammenführung der beiden Banken vorbereiten. Die erforderlichen Beschlussvorlagen werden der Generalversammlung der Raiffeisenbank Garrel und der Vertreterversammlung der Volksbank Cloppenburg voraussichtlich im Juni kommenden Jahres vorgelegt.

Die Aufsichtsräte betonen übereinstimmend die offene und faire Zusammenarbeit in den bisherigen Gesprächen. „Eine erfolgreiche Zusammenarbeit beginnt immer bei den Menschen, die diesen Zusammenschluss vorbereiten und umsetzen“, ist Ludger Niehaus, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Cloppenburg, überzeugt.

„Wir haben in den Gesprächen sehr viel Vertrauen und Verlässlichkeit erlebt. Das ist eine sehr gute Basis für die Zukunft“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenbank Garrel, Dr. Clemens Hackstedt.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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