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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Bürgerinitiative VVC ruft zu mehr Widerstand auf

05.10.2019

Cloppenburg Zu mehr Widerstand gegen die geplante Strom-Höchstspannungsleitung hat die Bürgerinitiative „Verkehrs- und Verschönerungsverein für den Cloppenburger Südwesten“ (VVC) Politik und Bevölkerung aufgerufen. „Der VVC fordert die Kommunen, Ratsfrauen und Ratsherren sowie Parteien auf, sich der Herausforderung zu stellen, um die Menschen und die Kulturlandschaft Oldenburger Münsterland zu schützen“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung. In Bayern würden so gut wie keine „Monstertürme“ gebaut, weil die CSU dazu kategorisch Nein sage, so der VVC weiter. In Thüringen und Hessen seien die Pläne zum Bau der Stromleitungen nach Demonstrationen geändert worden. „Was andere Regionen können, muss auch im Landkreis Cloppenburg möglich sein. Hier darf es keine Kompromisse geben.“

Obwohl sich der VVC für den Ausbau regenerativer Energien ausspreche und sich bewusst sei, dass überschüssige Energie verlagert werden müsse, lehne er die im Raumordnungsverfahren festgelegte 380-KV-Leitung ab. „Wir sprechen uns gegen die von Tennet geplante Leitung aus, da diese nicht dem Stand der Technik entspricht und von Hochspannungsleitungen erhöhte gesundheitliche Risiken ausgehen“, erklärte der VVC. Die Weltgesundheitsorganisation habe die Strahlung einer Hochspannungsleitung als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Das Bundesamt für Strahlenschutz sehe, dass eine gesundheitliche Gefährdung durch die Strahlung von Hochspannungsleitungen nicht ausgeschlossen werden könne.

Zudem werde die in Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaft von Ortschaften wie zum Beispiel Bethen, Emstekerfeld, Lankum, Dingel und Sevelten buchstäblich zerstört. Für manche Familien sei es unzumutbar, dann noch in ihren Häusern ohne Gefahr für die physische und mentale Gesundheit zu wohnen. Die Landwirtschaft werde Flächen, die zur Versorgung der Bevölkerung dienten, verlieren. „Der Bau der Überlandstromtrasse kann vor diesem Hintergrund so nicht genehmigt werden. Die Schutzgüter Mensch, Tier und Landschaft müssen eindeutig vor dem Profit stehen“, meint der VVC.

Das Gebot der Stunde seien daher nachhaltige und menschenverträgliche Lösungen. Entsprechende Technologien für unterirdische Hochspannungsleitungen seien vorhanden. Und die Möglichkeit der Speicherung der gewonnenen Wind- und Sonnenenergie durch Aufspaltung des Stroms in Wasserstoff und künstliches Erdgas müsse in Betracht gezogen werden. Das so gewonnene Erdgas lasse sich in dem schon bestens ausgebauten Erdgasnetz transportieren.

Das Gas – so der VVC – könne dann überall in Deutschland entnommen werden und daraus ließen sich jederzeit wieder Strom und Wärme gewinnen. Und es kann Autos – Verbrennungsmotoren mit künstlichem Erdgas sowie Brennstoffzellen-Pkw mit dem gewonnenen Wasserstoff – antreiben.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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