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Kater vorne – Dalinghaus raus

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Mitarbeiter können auf Weiterbeschäftigung hoffen

19.01.2018

Cloppenburg Die Schließung der Intersnack-Produktion und der Wegfall von 65 Arbeitsplätzen am Standort Cloppenburg bis zum Frühjahr 2019 (die NWZ berichtete) ist auch für die benachbarte Emsland-Food „sehr überraschend“ gekommen. Stefan Joppich, Prokurist der Hauptniederlassung in Emlichheim und technischer Leitung des Werkes der Emsland Group, der Muttergesellschaft der Cloppenburger Firma, sagte: „Wir bedauern den Rückzug unseres Mieters sehr.“

Emsland Food blicke auf eine jahrelange gute Zusammenarbeit zurück, „die sich nicht nur auf den Produktionsstandort hier in Cloppenburg bezieht“. Noch könnten allerdings keine Aussagen über die künftige Nutzung der Gebäudeteile, die Intersnack früher und jetzt noch nutzt, gemacht werden.

Intersnack, auch ein wichtiger Gewerbesteuerzahler der Stadt Cloppenburg, wird in der Kreisstadt noch bis 2019 produzieren. Aber sobald es vakante Stellen bei Emsland Food oder bei Kemper – der Schlachtbetrieb mit dem Hauptsitz in Nortrup ist auch Mieter auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände – gebe, werde, so Joppich, das Gespräch mit Intersnack gesucht, um dann „einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance einer Weiterbeschäftigung zu geben“. Interesse und Qualifikation müssten natürlich vorhanden sein.

Werk 1966 gegründet

Im Emsland-Food-Werk in Cloppenburg sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, die in vier Schichten rund um die Uhr an 300 Tagen im Jahr tätig sind. Das ursprünglich 1966 von der Pfanni Otto Eckart KG gegründete Werk in Cloppenburg gehört seit April 2000 zur Emsland Group. Seitdem ist das Werk auf die Produktion von Kartoffelflocken spezialisiert.

Mit einem jährlichen Output von 85.000 Tonnen Kartoffelflocken ist das Werk in Cloppenburg das größte Flockenwerk der Emsland Food GmbH. Insgesamt werden hier rund 400.000 Tonnen Kartoffeln, die von Vertragslandwirten aus der Region angebaut und fachgerecht bis zur Verarbeitung gelagert werden, zu hochqualitativen Flockenprodukten verarbeitet. „Viel mehr geht nicht“, heißt es bei Emsland Food.

1928 wurde die Stärkekartoffelfabrik in Emlichheim gegründet. Mittlerweile hat das Kartoffeln und vermehrt Erbsen verarbeitende Unternehmen 29 Töchter mit 1200 Mitarbeitern und einen Umsatz von 600 Millionen Euro.

Schlagzeilen machte das Unternehmen vor zwei Jahren mit einer Klage in zweistelliger Millionenhöhe gegen seine ehemaligen Geschäftsführer Hubert Eilting und Michael Schoner. Die beiden waren Ende 2014 abberufen worden, mussten von einem Tag auf den anderen ihren Schreibtisch räumen; die Staatsanwaltschaft ermittelte. Die neue Geschäftsleitung der Emsland Group übernahm ab 1. Dezember 2014 Udo Hinkelmann – er wird von Gerrit-Jan Wesselink und Peter Höning unterstützt.

In den Werken in Cloppenburg und Wittingen werden Kartoffelflocken und Kartoffelgranulat hergestellt, die zum Beispiel als Grundstoffe für Fertiggerichte und Babynahrung dienen. Darüber hinaus gehören zur Emsland Group sechs (Minderheits-) Beteiligungen in Großbritannien, Italien, Kanada, Türkei und USA.

Breite Angebotspalette

Den Einstieg in die Kartoffelflocken und -granulatproduktion für Industriekunden verdankt die Emlichheimer Firma eigentlich Pfanni. Wenige Jahre, nachdem Pfanni 1993 an CPC (umbenannt in Bestfoods) verkauft wurde, übernahm die Kartoffelstärkefabrik im Jahre 2000 diesen Bereich und gründete Emsland Food. Durch den Kauf erweiterte die Emsland-Stärke ihre breite Angebotspalette. Danach konnte die Emsland-Stärke als einziger Anbieter der drei Produkte Kartoffelstärke, Kartoffelflocken und Kartoffelgranulat noch stärker Märkte erobern.

Unilever übernahm zuerst den Rest in Cloppenburg, gab große Teile an Wernsing (Essen/Aldrup) ab, produzierte fortan selbst nur noch in Stavenhagen – wieder unter dem Namen „Pfanni“. Die Emlichheimer übernahmen das Gelände in Cloppenburg, konnten diesen Bereich mit anderen Standorten zu einem neuen Standbein ausweiten.

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