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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Minister Althusmann wagt Blick in digitale Zukunft

08.02.2019

Cloppenburg Deutschland muss sich bei der Digitalisierung mehr anstrengen. Deshalb investiere die Landesregierung eine Milliarde Euro in den Breitband-, Glasfaser- und Mobilfunkausbau, erklärte Dr. Bernd Althusmann, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, am Mittwochabend bei einem Besuch in der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg. Dort wurde eine Halbzeitbilanz zum Projekt „Jobstarter SHK+Mehr“ gezogen. Das Programm zur Digitalisierung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) gibt es seit anderthalb Jahren.

Den Herausforderungen hinsichtlich der Vernetzung von Betriebsprozessen und Spezialisierung müssten sich die Unternehmen stellen, so der Minister. Deshalb gebe es auch ein Förderprogramm, das ihnen Zuschüsse zur Klärung von Digitalisierungsfragen gewähre. „Digitalisierung ist keine Bedrohung, sondern eine Chance.“ Althusmann stellte heraus, dass jeder Betrieb betroffen sei. Er nahm auch Bezug auf den Fachkräftemangel, der ein konjunkturelles Risiko für Unternehmen sei. Es gebe ein Bildungspotenzial von 2,1 Mio. nicht ausgebildeter Menschen, das abgeschöpft werden müsse. Hinsichtlich des Fachlehrermangels warb der Minister dafür, auch auf Quereinsteiger und Studienabbrecher zu setzen. Das alles sei relevant für die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks.

Althusmann sprach sich zudem für eine Fortsetzung der Meisterprämie aus. Darüber hinaus setze er auf die Gleichwertigkeit von Bachelor- und Meistertitel sowie auf die Rückkehr zur Meisterpflicht. Dies traf auf große Zustimmung der Gäste. Die Landesregierung als enger Partner des Handwerks wolle viele Wünsche und Anregungen der Betriebe umsetzen, betonte der CDU-Politiker.

Das Programm „Jobstarter“ soll Menschen in Berufe der Sanitär-Branche vermitteln, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Digitalisierung stärker in der Aus- und Weiterbildung zu verankern, ist ein weiterer Schwerpunkt. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen sich dadurch der Herausforderung der Digitalisierung stellen und ihre Ausbildungsprozesse neu gestalten.

„Das Projekt ist richtig und wichtig für die Region“, betonte Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Er stellte Befragungsergebnisse zum Thema Digitalisierung im Handwerk vor, das grundsätzlich als sehr wichtig eingeschätzt worden war. Beunruhigend sei jedoch, dass etliche Betriebe offenbar die Bedeutung von Onlineplattformen unterschätzten. Hoffschroer erläuterte, dass Handwerksfirmen, die sich auf diesen Trend einließen, großes Handlungspotenzial hätten und so auch Mitbewerber verdrängen könnten. „Eine Unterschätzung von Plattformmärkten kann Folgen für die ganze Branche haben.“ Dass die Wünsche der Handwerker nach Unterstützung bei der Digitalisierung und beim Fachkräftemangel im Großteil mit den Zielen des Ministers übereinstimmten, sei positiv.

Dass die Digitalisierung entscheidend für die Zukunft des Handwerks sei, betonte auch Kreishandwerksmeister Günther Tönjes. Das Thema sei besonders für das Oldenburger Münsterland wichtig: „Der Kreis Cloppenburg ist eine starke Handwerksregion.“ Diese belege deutschlandweit den achten Platz.

An die Vorträge schloss sich ein Rundgang durch die SHK-Werkstatt an. Althusmann ließ sich verschiedene Geräte und Maschinen rund um die Digitalisierung zeigen und war besonders angetan von einer Augmented-Reality-Brille (AR-Brille). Diese bildet die Umwelt des Trägers dreidimensional ab und platziert darin digital Objekte.


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Neele Körner Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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