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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Garreler an Cloppenburgs Spitze

30.09.2019

Cloppenburg „Cloppenburg stößt an die Grenzen!“ Das sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese den Männern ü 60 aus Garrel, die gleich zwei (gebürtigen) Garrelern einen Besuch im Rathaus der Stadt abstatteten. Der Bürgermeister und sein allgemeiner Stellvertreter, Wigbert Grotjahn, stellten die Stadt und ihre Arbeit vor. Es gebe kaum noch freie Flächen, die für eine weitere Entwicklung zur Verfügung stünden. Die Grenzen Molbergens, Cappelns und Emsteks seien fast erreicht.

Eine seiner ersten Aufgabe 1991 sei die Entwicklung eines Flächennutzungsplanes gewesen. Damals war Wiese Stadtbaurat, 2001 wurde er Bürgermeister. Der Plan ist heute fast vollständig realisiert. Es fehlt die damals schon angedachte Südtangente. Ein großer Vorteil Cloppenburgs sei die vom Mittelstand geprägte Wirtschaftsstruktur. Man sei nicht abhängig von einem oder wenigen Unternehmen.

Interessant für die Gäste war eine Entwicklung, die sich nach dem Zuzug vieler Russlanddeutscher heute zeige. Aus diesem Kreis, dessen Anteil Wiese auf etwa 30 Prozent schätzte, kämen immer mehr Firmengründer, die so zur weiteren Entwicklung der Stadt beitrügen. Auffällig sei auch, dass aus diesem Personenkreis viele junge Menschen einen handwerklichen Beruf einschlügen.

Die Migration und die Integration bleibe sehr wichtig. „Früher kamen Arbeiter aus Ost- und Südosteuropa für drei Monate zur Ernte auf den Erdbeer- und Spargelfeldern oder zur Arbeit in einem Schlachthof. Heute kommen sie mit ihren Familien und suchen einen Dauerarbeitsplatz“, sagte Wiese. Die Integration einerseits und die hohe Geburtenrate andererseits stellten die Stadt vor Herausforderungen, weil Kitas und Schulen gebaut oder erweitert werden müssten. Fehlenden Sprachkenntnisse erschwerten die Arbeit der Erzieherinnen und Lehrkräfte.

Die politische Arbeit sei herausfordernder geworden, weil die Zahl der im Stadtrat vertretenen Parteien deutlich größer geworden sei. Was vor zehn Jahren in Cloppenburg begonnen habe, zeige sich jetzt auch in anderen Orten, darunter Garrel. Eine weitere Entwicklung der Stadt werde oft ausgebremst durch hohe Umweltauflagen. Jüngste Beispiele: Beim Bau neuer Straßen müssten Vorrichtungen geschaffen werden, um das Salzwasser nach dem Streuen der Straße aufzufangen. Für ein Kiebitz-Paar, das in einem geplanten Baugebiet lebe, müssten über zehn Hektar Ausgleichsflächen geschaffen werden.

Wigbert Grotjahn beschrieb den Gästen seinen Tätigkeitsbereich. Man habe den Eindruck, dass Cloppenburg in guten Garreler Händen sei, so ein Sprecher der Gruppe.

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