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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Verbaut Stadtverwaltung Holz aus Gabun?

24.09.2019

Cloppenburg „Made in Gabon“ prangt in weißen Lettern auf den Hölzern, die derzeit an der Baustelle am Ambührener See bereitliegen. Das frühere langjährige Grünen-Ratsmitglied Fritz Thole hat nach eigenen Angaben am Wochenende die Tropenhölzer gefunden, die wahrscheinlich für den Ausbau des Radwanderweges gedacht sind.

„Geht’s noch? Während derzeit alle Welt berechtigterweise vom Klimawandel und den daraus resultierenden dramatischen Folgen für die Menschheit spricht, wird in Cloppenburg beim Ausbau des Radwanderweges entlang der Soeste tonnenweise Tropenholz aus Zentralafrika verbaut“, sagt der Cloppenburger. Geplant ist es, wie berichtet, den Weg entlang der Soeste beginnend an der Görlitzer Straße und vorbei am Ambührener See auf einer Länge von 1,8 Kilometern auszubauen beziehungsweise zu sanieren.

Und weil sich vor allem im hinteren Bereich – kurz vor dem Ambührener See – die Soeste immer wieder Teile des Ufers zurückgeholt hatte, hat die Stadtverwaltung hier eine Steganlage auf 170 Metern Länge geplant. Die Baumaßnahme im Bereich des Ambührener Sees sei völlig überdimensioniert und die Verhältnismäßigkeit in keiner Weise gewahrt, kritisiert Thole: „So darf man nicht mit Steuergeldern umgehen. Warum wird für einen Fahrradweg entlang der Soeste Tropenholz aus Gabun verbaut? Auch heimische Hölzer – zum Beispiel Akazienholz – eignen sich für Baumaßnahmen in Feuchtgebieten.“

Die tropischen Regenwälder würden auch als „grüne Lunge der Erde“ bezeichnet, weil sie das Klima der Erde durch das Binden von CO² positiv beeinflussten. Die Vernichtung dieser Regenwälder durch Holzeinschlag oder Brandrodung werde weltweit kritisiert und verurteilt, sagt der frühere Ratsherr.

Dazu kommt laut Thole: Schon vor mehr als 20 Jahren sei vom Rat der Stadt Cloppenburg beschlossen worden, nachhaltiger zu wirtschaften und auf Tropenholz zu verzichten. „Warum hält sich die Stadtverwaltung nicht an diesen Beschluss? So leistet die Stadt Cloppenburg keinen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Klimaschutz sieht anders aus“, findet der Cloppenburger. Die Stadtverwaltung konnte am späten Montagnachmittag auf NWZ-Nachfrage keine Stellungnahme mehr abgeben.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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