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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Oft bleibt es nur bei Ermahnungen

24.11.2018

Cloppenburg Erst kürzlich sorgten heimlich gedrehte Aufnahmen von Tierschützern beim Oldenburger Schlachtbetrieb Standard-Fleisch für Aufsehen (NWZ berichtete). Auf dem Filmmaterial soll Tierquälerei zu sehen sein. Der Schlachtbetrieb, der zur Garreler Goldschmaus-Gruppe gehört, wurde bis auf weiteres stillgelegt.

Die Cloppenburger Kreistagsmitglieder Dr. Irmtraud Kannen, Fabian Wesselmann (beide Grüne) und Ulla Thomée (UWG) haben bereits vor diesen Vorfällen einen Fragenkatalog zum Tierschutz auf Schlachthöfen im Kreis Cloppenburg an den Leiter des Veterinäramtes, Dr. Karl-Wilhelm Paschertz, geschickt und nun in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Donnerstagabend Antworten erhalten.

Wie sieht das Verhältnis von Stammbelegschaft zu Leiharbeitern aus?

Von Seiten des Amtes kann dazu keine Auskunft erteilt werden, weil dazu keine validen Erkenntnisse vorliegen.

Wie wird festgestellt, dass Mängel behoben wurden?

Von Tierärzten werden arbeitstägliche Kontrollen durchgeführt. Darüber hinaus finden mehrmals jährlich Kontrollen durch Amtstierärzte sowie alle zwei Jahre gemeinsame Kontrollen mit den Sachverständigen des Laves (Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) statt. Hierbei werden die Betäubungs- und Tötungseinrichtungen technisch überprüft. Wenn die Mängel nicht beseitig werden, kommt es noch einmal zu einer schriftlichen Aufforderung seitens des Amtes.

Was sagt der Landkreis zur Videoüberwachung
in Schlachthöfen
?

Das Amt hat das Kontrollpersonal bei der Tieranlieferung an den Schlachtbetrieben verstärkt. Wenn der Datenschutz eingehalten wird, befürwortet das Veterinäramt die Videoüberwachung in den Schlachthöfen.

Wie kann das Personal seinen Aufgaben
gerecht werden
?

Der Landkreis Cloppenburg bietet für sein Personal Deeskalationsseminare an, in denen Mitarbeiter lernen, mit Gefährdungssituationen umzugehen. Außerdem werden Kontrollen in Problembereichen nach dem Vieraugenprinzip durchgeführt.

Wie wird nach dem Vier-Augen-Prinzip gehandelt?

Das bedeutet, dass gemeinsam mit einem Lavesmitarbeiter oder bei Transportkontrollen gemeinsam mit der Polizei kontrolliert wird. Hygienekontrollen im Schlachtbetrieb führen die Amtstierärzte alleine durch. Nur bei Problemfällen kommt zur Unterstützung ein Kollege oder ein Mitarbeiter von der Fleisch- und Geflügelhygiene hinzu. Zur Abteilung der Fleisch- und Geflügelhygiene gehören vier Mitarbeiter.

Auf den Schlachthöfen ist zudem durch eine Fleischuntersuchungsstelle vor Ort eine permanente Überwachung im Schichtbetrieb gegeben. Hierbei gibt es die Aufgabengebiete Lebendviehannahme, Fleischuntersuchung und Hygienekontrolle.

Wie viele Verfahren gab es in den vergangenen fünf Jahren ?

Von 2013 bis 2018 hat es 247 mündliche Belehrungen, 112 schriftliche Belehrungen und neun Ordnungsverfügungen gegeben. In einem Fall wurde ein Zwangsgeld festgesetzt, in einem weiteren waren drei Zwangsgeldfestsetzungen erforderlich gewesen. Ein Vorgang ist wegen einer Straftat an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde mit einer mündlichen Verwarnung ohne Verwarnungsgeld abgeschlossen.

Tatiana Gropius
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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