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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Beton im Bahnhofstunnel sorgt für Ärger

16.10.2018

Cloppenburg Wer in diesen Tagen am Cloppenburger Bahnhof vorbeigekommen ist, hat womöglich seinen Augen nicht getraut: Der Tunnel zwischen den Bahnsteigen 1 und 2 ist gut zur Hälfte mit Beton gefüllt. Die Unterführung wird zwar seit 2009 nicht mehr benötigt, da der Personenverkehr auf dem Cloppenburger Bahnhof nur noch auf Bahnsteig 1 abgewickelt wird. Die Auffüllung mit Beton sorgt nun aber für Ärger zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Cloppenburg. Aber wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Ohne Abstimmung

„Die Deutsche Bahn hat ohne Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde den Gleistunnel mit Beton verfüllt. Der Stadt wurde von einem Bürger am 9. Oktober mitgeteilt, dass die Unterführung beim Bahnhof Cloppenburg mit Beton zugegossen werde“, teilt Dennis Beeken von der Stadt Cloppenburg mit und ergänzt: „Daraufhin sind wir von der Unteren Denkmalschutzbehörde sofort zum Bahnhof gefahren, um uns einen Eindruck vor Ort zu verschaffen. Betonmischer waren dabei, den Gleistunnel mit Beton zu verfüllen. Daraufhin hat die Stadt Cloppenburg die Baumaßnahme beendet. Zu diesem Zeitpunkt war der Gleistunnel zu circa zwei Dritteln verfüllt.“

So sieht es auch eine Woche später noch aus. Die Unterführung ist mit sogenanntem Leichtbeton aufgefüllt worden – seit dem Baustopp hat sich daran nichts mehr geändert. Das Problem: „Für Verfüllung des Gleistunnels wurde keine denkmalrechtliche Genehmigung beantragt. Nach Aussage des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege besteht die Auffassung, dass auch der Tunnel ein Baudenkmal sei, da dieser in einem räumlich funktionalen Zusammenhang mit den baulichen Anlagen steht“, heißt es vonseiten der Stadt Cloppenburg. Die Deutsche Bahn sei dagegen davon ausgegangen, dass die Unterführung nicht unter Denkmalschutz steht, sondern nur die Treppen und die Bauwerke darum.

Im Kontakt mit der Bahn

Auch wenn der Stadt Cloppenburg durch die Maßnahme der Bahn keine Kosten entstanden sind, ist der Unmut groß. Schließlich sei der aktuelle Zustand kein Dauerzustand. „Mit der Deutschen Bahn stehen wir in Kontakt“, sagt Beeken. Weitere Abstimmungen – auch mit der Denkmalpflege – finden zurzeit statt. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen das vorschnelle Handeln noch haben wird.

Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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