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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
+++ Eilmeldung +++

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Tropenholzverbot auf städtischen Baustellen?

01.10.2019

Cloppenburg Die Stadt Cloppenburg soll künftig bei Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen auf die Verwendung tropischer Hölzer verzichten. Damit werde ein Beitrag zum Schutz der tropischen Regenwälder geleistet, begründete Fraktionschef Michael Jäger einen Antrag der Grünen. Darüber hinaus – so sieht es der Antrag ebenfalls vor – solle bei öffentlichen Ausschreibungen auf diesen Verzicht ausdrücklich hingewiesen werden. Zudem sei bei städtischer Bezuschussung anderer Bauträger – Kirchen, Vereine u.a. – auf die Einhaltung dieses Verzichts hinzuwirken.

Wie berichtet, war in der vergangenen Woche die Errichtung einer massiven Steganlage mit Bongossi-Holz aus Gabun beim Radwanderweg „Ambührener See“ in die Diskussion geraten. Der ehemalige Cloppenburger Ratsherr Fritz Thole ging irrtümlicherweise davon aus, dass der Stadtrat bereits vor mehr als 20 Jahren ein Verbot von Tropenhölzern beschlossen habe. Er wunderte sich deshalb, dass die Stadt in großem Stile Tropenholz für die Steganlage verwende.

Die Stadtverwaltung reagierte prompt: Der Rat der Stadt Cloppenburg habe 1989 nicht – wie von Thole behauptet – beschlossen, auf Tropenholz zu verzichten. Vielmehr sei beschlossen worden, der Bitte des Deutschen Städtetages nachzukommen, auf die Einführung ökologisch vertretbarer Prinzipien der Forst- und Landwirtschaft in tropischen Ländern zu drängen.

Zudem erfüllten alternative Holzbaustoffe, wie zum Beispiel die von Thole geforderte Akazie, nicht die gestellten Bauwerksanforderungen, zumal beim Einkauf dieser Hölzer nicht automatisch gewährleistet sei, dass diese aus Deutschland stammten. „Nach circa zehn Jahren können Konstruktionsbauteile schon wieder erneuerungsbedürftig werden“, so die Stadt. Bongossi-Holz gelte dagegen als extrem hart und sehr widerstandsfähig. Es sei kaum biegbar, habe dafür aber eine hohe Tragfähigkeit und eine sehr hohe Belastbarkeit. Darüber hinaus sei es dauerhaft und witterungsfest sowie vollständig resistent gegen Pilz- und Insektenbefall.

Doch die Grünen wollen sich mit der gültigen Entscheidung des Rates von 1989 nun nicht mehr abfinden: „Wir halten diese Beschlusslage angesichts der immer schneller fortschreitenden Zerstörung tropischer Regenwälder für nicht mehr akzeptabel“, so Jäger.

Weltweit habe die Zerstörung des Regenwaldes noch dramatischere Ausmaße angenommen. Allein im vergangenen Jahr sei insgesamt eine Fläche von der Größe Englands zerstört worden, wie der jährliche Bericht des Global Forest Watch der Universität Maryland in den USA darlege, so Jäger weiter. Minütlich verschwinde Wald in der Größe von 30 Fußballfeldern.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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