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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Glas bei Kneipenabend in Cloppenburg immer halb voll

23.09.2019

Cloppenburg Es hatte etwas von der Atmosphäre der beliebten Spät-Abend-Talkrunde bei „Inas Nacht“: Die Shantys („Die Binnenschiffer“) untermalten die Gesprächsrunden musikalisch von draußen und innen talkte die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (CDU) mit ihren Gästen. Selbst die beliebten Bierdeckelfragen – extra mit dem Konterfei Brehers angefertigt – durften nicht fehlen.

Eine illustre Runde hatte sich zu den Thekengesprächen mit der CDU-Politikerin zum Thema „Unser Oldenburger Münsterland 2040“ im „Bernay’s“ in Cloppenburg eingefunden. Dechant Bernd Strickmann, Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese, Jungunternehmer Bernd Deeken und die Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne äußerten sich zu aktuellen Fragen und zu den Visionen bis zum Jahr 2040.

Moderator Lars Kohrs konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen, schickte aber eine Audiobotschaft an die Zuhörer in der voll besetzten Kneipe.

„Kirche muss überall sein, wo Menschen sind“, äußerte sich Strickmann auf die Frage seines Engagements bei dem Christopher Street Day (CSD) – eine Bewegung gegen die Diskriminierung der Schwulen und Lesben. Das sehe er nicht allein so, sondern auch viele seiner Mitbrüder. Er finde es richtig, dass die Menschen auf die Straße gingen, um für ein besseres Klima zu demonstrieren. „’Fridays for Future’ ist auch Thema in der Kirche“, sagte er und unterstrich seine Teilnahme an der am Freitag stattgefundenen Demonstration.

Kirche müsse Macht abgeben, wurde er deutlich, sie habe immer mit Macht gearbeitet. Als sein Zeichen gebe er zum Beispiel den Vorsitz im Kirchenausschuss ab. Bis 2040 hoffe er, dass verheiratete Männer als Priester ihren Dienst tun könnten und viele Frauen die Entscheidungspositionen besetzten.

Bernd Deeken (18), Jungunternehmer der „Deeken.Technology GmbH“, kritisierte die vielen Funklöcher im Oldenburger Münsterland (OM). „Das ist ein großes Problem“, sagte er und machte das am Beispiel seines eigenen Unternehmens deutlich. Geschäftliche Mobilgespräche würden immer wieder durch die vielen Funklöcher unterbrochen. Ein schnelles Internet sei erforderlich, forderte er die Politik auf, denn „innovativ arbeitende Unternehmen werden aufgrund des fehlenden Breitbandangebots ausgebremst“, machte er deutlich.

Auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese hielt den Breitbandausbau und die Funklöcher für ein großes Problem in der Region. „87 Funklöcher haben wir gezählt und an Wirtschaftsminister Bernd Althusmann gemeldet“, sagte er. „Und nun?“, richtete er die Frage an die Landesregierung. Sein Wunsch für die Zukunft sei eine Breitband-Grundversorgung, und dass der ländliche Raum nicht gegenüber den Städten benachteiligt werde. Die Verkehrssituation sehe er auch als ein großes Problem in der Stadt und forderte mehr gegenseitige Rücksichtnahme. „Als Fahrradstadt müssen die Fahrradfahrer die Verkehrsregeln lernen und befolgen,“ sagte er unter dem Beifall der Kneipenbesucher.

Als Vision für 2040 sah Museumsdirektorin Dr. Julia Schulte to Bühne unter anderem das dann fertiggestellte Fahrradmuseum. „Und wir sind dann in der Stadt“, schaute sie etwas augenzwinkernd in die Zukunft, „vielleicht sogar im Stadtpark.“ Das Analoge bleibt im Museumsdorf, ist sie sicher, denn Menschen kommen hier ins Gespräch, obwohl beim Museumsrundgang auch das Tablet als Informationsquelle benutzt wird.

Sichtlich überrascht schien Breher, als auch sie sich den Fragen ihrer Büromitarbeiterin Jutta Hasenkamp stellen musste. Auch Breher mahnte an, die Kluft zwischen Stadt und Land nicht zu vergrößern. Sie lobte die Menschen im OM und schätzte deren Lösungsorientierung. „Das Glas ist hier immer halb voll“.

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