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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Verkehrsentwicklung: Brücke über vierstreifige E 233

18.08.2018

Cloppenburg Nach dem geplanten vierstreifigen Ausbau der E 233 könnten im Bereich der Kreuzung B 68/B 213 auf der Cloppenburger Ortsumgehung täglich zwischen 38 000 und 40 000 Fahrzeuge unterwegs sein. Bislang liege die Zahl zwischen 20 000 und 24 000, sagte jetzt Planungsamtsleiter Hermann Asbree.

Warum braucht es eine Brücke über die E 233?

Besonders betroffen vom Ausbau der jetzt schon stark befahrenen Europastraße sind die beiden Cloppenburger Ortschaften Stapelfeld und Vahren, die beispielsweise auf landwirtschaftlicher, kirchlicher und Vereins-Ebene stark miteinander verwoben sind. Zurzeit sind die beiden Dörfer über die Stapelfelder Kirchstraße/Blankenborg/Dwagtweg (auf Stapelfelder Seite) und den Lankenweg (Vahren) miteinander verbunden – gekreuzt werden muss dabei die E 233. Künftig soll der Verkehr zwischen Stapelfeld und Vahren über eine neue Brücke laufen.

Warum soll die Stadt jetzt mitbezahlen?

Da der geplante vierstreifige Ausbau der E 233 im Laufe der vergangenen zehn Jahre immer teurer geworden ist – im Februar sprach der Bund von 760 Mio. Euro – tritt das Land jetzt auf die Kostenbremse. So sollen die Kosten für den Ausbau vieler so genannter nachgeordneter Wegenetze – im Falle von Stapelfeld/Vahren ist das die Anbindung von Blankenborg/Dwagtweg/B 68 – jetzt auf die anliegenden Städte und Gemeinden abgewälzt werden: und zwar, wenn diese Netze in den Augen des Landes nicht ausreichend begründbar seien, heißt es in einem Papier der Stadtverwaltung.

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Warum regt sich der Ortsvorsteher auf?

„Das ist eine Sauerei, dass die Stadt jetzt finanziell ins Boot soll“, regt sich Theodor Stukenborg auf. Stapelfelds Ortsvorsteher macht sich aber auch um den Sportverein DJK Stapelfeld Sorgen, dessen Vereinsanlage direkt an der E 233 liegt und beim vierstreifigen Ausbau (teilweise) weichen müsste. „Überall wird gestrichen, damit die Autobahn (so nennt Stuckenborg die vierstreifige E 233, Anm. d. Red.) gebaut werden kann. Bald gibt es kein Geld mehr für den Sportplatz, Lärmschutz und Radwege. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir zu unserem Recht kommen.“

Und auch der städtische Planungsamtsleiter Asbree ist von dieser Entwicklung alles andere als amüsiert: „Wir müssen Druck aufbauen und uns formieren“, schickt er an die Adresse von anderen anliegenden Städten und Gemeinden, die von den Streichungen betroffen sind. So habe der Landkreis Cloppenburg als planende Behörde nunmehr geäußert, dass nicht „alle Planinhalte zum vierspurigen Ausbau auch 1:1 umgesetzt werden können“. Wohl auf Grund des Kostendrucks.

Was passiert mit der Zuwegung zur Raststätte?

Mit einem Vorhaben des Landkreises als planende Behörde sind Teile der Cloppenburger Stadtpolitik nicht einverstanden. Die direkte Zuwegung zum Rasthof aus Richtung Cloppenburg soll bei einem vierstreifigen Ausbau der E 233 geschlossen werden. „Wir brauchen diese zusätzliche Abfahrt“, meint CDU-Ratsherr Prof. Dr. Lucien Olivier und wird dabei von SPD-Fraktionschef Jan Höffmann unterstützt: „Zwei Abflüsse entlasten.“ Eine Schließung der Zuwegung sieht Asbree aber noch nicht als endgültig an. Die Zuwegung sei rechtlich mehrfach abgesichert. Den Besitzer der Fläche vom Gegenteil zu überzeugen, könnte „sehr teuer“ werden.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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