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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Kräftige Kritik an Heimatbund

23.03.2018

Cloppenburg Heftige Kritik an der Arbeit des Heimatbunds haben die Mitglieder des Naturkundeausschusses jüngst auf ihrer Jahresversammlung im Hotel Diekgerdes in Cloppenburg geübt. Die meisten Mitglieder zweifeln daran, ob sie im Heimatbund Oldenburger Münsterland überhaupt noch in der richtigen Organisation vertreten sind. Forderungen nach Trennung vom Heimatbund und der Anschluss an andere Organisationen wurden laut.

Besonders heftige Kritik wurde an der als „oberflächlich“ bezeichneten Arbeit des Heimatbundvorstands und der Geschäftsführung laut. Der Vorstand verstehe es offenbar nicht, den Gedanken der Heimatkunde und besonders der Heimatpflege ganzheitlich zu vertreten, kritisierten der Naturkundeausschussvorsitzende Franz Hericks und sein Stellvertreter Hermann Schnieders. „In schon kurioser Art und Weise versteht sich der Heimatbund offenbar nur als Instrument der Schönfärberei im Sinne seiner Geldgeber.“ Zur Heimatkunde und -pflege gehöre eine ganzheitliche Darstellung und damit auch die negativen Auswirkungen der Arbeit der Behörden, der Industrie und der Landwirtschaft auf das Oldenburger Münsterland.

Die Mitglieder des Naturkundeausschusses fordern den Heimatbund auf, entsprechend seiner Satzung Stellung zu den Problemen des Oldenburger Münsterlandes zu beziehen. „Wir, der Naturkundeausschuss, sehen die Probleme zum Beispiel in der derzeitigen Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen, die ein dramatisches Artensterben in der Flora und Fauna ausgelöst haben. Zu viel Gülle in beiden Landkreisen, Nitrat und Antibiotika im Trinkwasser, Massentierhaltung, Vermaisung der Landschaft, massive Zerstörung von Randflächen, Wallhecken und wertvollen Naturflächen, aber auch sklavenähnliche Arbeitsbedingungen für Menschen in der nachgelagerten landwirtschaftlichen Produktion und Tierquälerei im großen Stil gehören auf die Agenda des Heimatbundes, die es abzuarbeiten gilt“, heißt es in einem Schreiben, das der NWZ vorliegt „Als Arbeitsgruppe ,Naturkundeausschuss’ des Heimatbunds fordern wir den Vorstand auf, zur Zerstörung des Oldenburger Münsterlandes Stellung zu nehmen und auch auf die katastrophalen Arbeitsbedingungen der sogenannten Fremdarbeiter einzugehen.“

Ein wichtiger Punkt der Diskussionen war auch die Unterschutzstellung des Harmer Baggersees samt Umfeld als Naturschutzgebiet. Ein entsprechender Antrag geht in Kürze an den Landkreis Vechta raus. Die Wiederherstellung zerstörter Wallhecken seit den 1980er Jahren war ein Punkt, der in der Forderung an die Landkreise zusammengefasst wurde, ein aktuelles Wallheckenkataster zu erstellen, alle unrechtmäßig zerstörten Wallhecken ab etwa 1985 wieder herstellen zu lassen und das Förderprogramm „Wallhecken“ stärker bei eventuell betroffenen Landwirten zu bewerben.

Eine lange Diskussion gab es zur missbräuchlichen Nutzung von Randstreifen durch Landwirte, die dafür weder Pacht an die Eigentümer (meistens Gemeinden) zahlen, noch bereit sind, diese Randstreifen wieder in die Nutzung der Eigentümer zu übergeben. Der Naturkundeausschuss erwartet von den Kommunen, mit allen Mitteln die Rückführung dieser Flächen in das öffentliche Nutzungsrecht zu betreiben. Diese Flächen, die zur Zeit widerrechtlich von der Landwirtschaft genutzt würden, seien Eigentum der Allgemeinheit und könnten je nach Eignung auch dem Umwelt- und Naturschutz dienen, hieß es.

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