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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Weltvegantag In Cloppenburg: Vegane Kochkunst in der VHS-Küche

02.11.2019

Cloppenburg Dass eine Käse-Lauch-Suppe, ein Pilzgulasch, Waffeln und ein Apfelkuchen auch lecker schmecken können, wenn sie aus pflanzlichen Produkten hergestellt werden, wollte am Freitag die Gruppe „Vegan in Cloppenburg“ beweisen. Die Probier- und Kochaktion in der Küche der Volkshochschule im Alten Stadttor war der Beitrag der Cloppenburger zum Weltvegantag, der seit 1994 auf der ganzen Welt gefeiert wird.

„So einen Aktionstag braucht es, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass es viele Möglichkeiten gibt, um sich zu ernähren“, erläutert Monika Siemer, als sie in der veganen Käse-Lauch-Suppe rührt. Sie ernährt sich seit zwei Jahren vegan und findet, dass es nicht weiter geht, wie es derzeit läuft. Sie kritisiert den Umgang mit den Tieren, dass viel mehr Tiere geschlachtet werden als nötig ist, und den Beitrag der Tierindustrie am Klimawandel.

Aus Neugierde auf das vegane Essen ist Sylvia Mastall aus Cloppenburg in die VHS gekommen. Sie lässt seit einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen Milchprodukte weg und ist damit sehr zufrieden: Die Gelenkschmerzen sind Geschichte, sie fühlt sich besser und auch der Heuschnupfen ist weg. Die vegane Suppe trifft ihren Geschmack.

Noch ein Neuling als Veganerin in der Gruppe ist Nives Lüken aus Molbergen. Sie hatte immer wieder versucht, auf eine rein pflanzliche Ernährung umzusteigen – nur die Lust auf Käse macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Mittlerweile hat Lüken aber auch veganen Käse im Laden entdeckt – und hat den Tipp bekommen, Käse mit Hefeflocken und Cashews selbst herzustellen. „Man kann diese Ernährungsweise ja einfach mal versuchen. Es wäre schon viel getan, wenn nicht jeden Tag Fleisch auf dem Tisch landet“, sagt die Molbergerin.

Ein richtiger Fleisch-Fan war Nils Heister früher. Irgendwann fiel ihm sein hoher Fleischkonsum auf, den er danach so drastisch reduzierte, dass er irgendwann „quasi vegetarisch“ lebte. „Ich hatte alles Fleisch durch Käse ersetzt. Auch den Käse-Konsum habe ich dann reduziert, bis ich irgendwann weder Käse gegessen noch Milch getrunken habe“, sagt der Löninger.

Seit knapp zwei Jahren kommt deswegen nichts tierisches mehr auf den Teller des jungen Mannes. Die ersten vier Wochen seien etwas aufwendiger gewesen, weil alle Produkte auf tierische Inhaltsstoffe überprüft werden mussten. Viele Produkte sind aber sowieso schon vegan – beispielsweise Gemüse oder Obst –, deswegen sei das Einkaufen und Kochen mittlerweile ein Selbstläufer. „Ich arbeite im Außendienst, wenn ich mir nur was fixes rausholen will, kommen dann manchmal schon komische Kombinationen raus“, lacht der Löninger. Dann wird das vegane Brötchen schnell mal in einen Topf Hummus oder Marmelade getunkt.

Mittlerweile gebe es immer mehr Produkte im Supermarkt und beim Discounter, die vegan und dank der Kennzeichnung schnell erkennbar sind. Und auch viele pflanzliche Fertigprodukte sind Nives Lüken schon ins Auge gefallen. Essen gehen sei aber in Cloppenburg nach wie vor schwierig, sagt Monika Siemer. Sie und ihre Mitstreiter haben deswegen einen Ratgeber für veganes Kochen in Großküchen besorgt – sie hoffen mit ihren Ideen bei den Gastronomen auf offene Ohren zu stoßen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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