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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Drei Milliarden Euro Bilanzsumme

09.01.2019

Cloppenburg 2018 war erneut ein gutes Jahr für die neun Genossenschaftsbanken im Landkreis Cloppenburg. Alle banküblichen Kennzahlen hätten sich im Vergleich zu 2017 positiv entwickelt, die Zahl der Mitarbeiter sei angestiegen und die Anzahl der Filialen und damit die Bargeldversorgung im ländlichen Raum stabil geblieben, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung der Volks- und Raiffeisenbanken sowie Spar- und Darlehenskassen im Landkreis Cloppenburg. „Das alles lässt uns optimistisch in das Jahr 2019 gehen“, bilanziert der Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG), Jürgen Fuhler, in seinem vorläufigen Jahresbericht.

Die Bilanzsumme der neun Kreditinstitute – dazu gehören die Volksbanken Bösel, Cloppenburg, Emstek, Essen-Cappeln, Lastrup und Löningen, die Raiffeisenbanken Garrel und Scharrel sowie die Spar- und Darlehnskasse Friesoythe – sei im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro gestiegen und habe damit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt.

„Dies zeigt, dass das Modell der Genossenschaftsbanken gerade in unruhigen Zeiten mehr und mehr an Attraktivität gewinnt und dass sowohl Privat- als auch Firmenkunden großes Vertrauen in unsere Arbeit haben“, betont Fuhler. So überrasche es nicht, dass auch die Zahl der Kunden und der Mitglieder weiter anstieg: Fast 210 000 Kundenkonten sind bei einer der Genossenschaftsbanken im Landkreis aktiv, 7000 davon im vergangenen Geschäftsjahr hinzugekommen. Auch die Anzahl der Mitglieder ist um 540 gewachsen, so dass mittlerweile fast 49 000 Menschen im Landkreis auch Mitinhaber ihrer Bank sind.

Und die Kunden haben auch 2018 kräftig investiert: Die Summe der laufenden Kundenkredite stieg um 6,4 Prozent auf mehr als 2,3 Milliarden Euro, was laut Fuhler zu einem nicht unerheblichen Teil an der regen Bautätigkeit in der Region liegt.

Und auch bei der anderen Säule des Bankgeschäfts ging es aufwärts. Die Kundeneinlagen stiegen um mehr als sechs Prozent von 1,6 auf mehr als 1,7 Milliarden Euro an. Der größte Teil davon liegt täglich verfügbar auf Giro- und Tagesgeldkonten, doch auch Sparkonten und längerfristige Anlagen werden trotz der niedrigen Zinsen nach wie vor nachgefragt.

„Natürlich reagieren auch unsere Kunden auf die niedrigen Zinsen“, weiß Fuhler. „Wir merken das an der gestiegenen Nachfrage nach alternativen Anlagestrategien. Hier haben wir die Möglichkeit, im Rahmen unserer genossenschaftlichen Beratung auch Produkte unserer Verbundpartner anzubieten und so solide Ertragschancen zu sichern.“

Zwei Posten sind dem Vorstandsmitglied der Volksbank Cloppenburg in der vorläufigen Jahresbilanz der Kreisarbeitsgemeinschaft besonders wichtig. Einer davon ist die Spalte mit den Mitarbeiterzahlen. „Wir konnten sowohl die Zahl unserer Mitarbeiter als auch die der Auszubildenden steigern“, betont der KAG-Sprecher. 449 Beschäftigte haben die neun Banken insgesamt, darunter 45 Auszubildende. „Mit einer Ausbildungsquote von zehn Prozent liegen wir weit über dem bundesweiten Durchschnitt von rund fünf Prozent“, so Fuhler. „Wir nehmen unsere Verantwortung für den regionalen Arbeitsmarkt ernst und tragen außerdem etwas dazu bei, jungen Menschen in der Region eine berufliche Perspektive zu geben.“

Der zweite Punkt, dem Fuhler besondere Aufmerksamkeit schenkt, ist die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit im Landkreis. Die Genossenschaftsbanken der KAG schütteten im vergangenen Jahr fast 300 000 Euro aus den Reinerträgen des VR-Gewinnsparens sowie über die VR-Stiftung an Vereine und ehrenamtliche Organisationen aus. „Neben vielen anderen Maßnahmen drücken wir damit in ganz besonderem Maße unsere Verbundenheit mit der Region und unsere Verantwortung für die Region aus“, so Fuhler. „Wir hoffen alle, dass wir auch dieses Ergebnis im Jahr 2019 erneut steigern werden.“

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