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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Innenstadt lebt von der Vielfalt

10.08.2017

Cloppenburg 274 Einzelhandelsbetriebe und eine Verkaufsfläche von mehr als 104 000 Quadratmetern: Damit ist das Mittelzentrum Cloppenburg – Stand Anfang 2017 – vom Grundsatz her gut aufgestellt. Das gilt beispielsweise für die Versorgung der Bevölkerung durch Lebensmittelmärkte. Trotz dieser Stabilität bestehe in einigen Sparten, dazu zählen die stark von der Online-Konkurrenz betroffenen Elektrowaren, Möbel und die Eventgastronomie, Ausbaupotenzial.

Darauf hat Katharina Steiger von der Kölner Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA), die Cloppenburg „eine lohnende Innenstadt“ attestierte, am Dienstagabend im Ratssaal verwiesen. Vor Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU), Vertretern der Verwaltung und etwa 20 Bürgern erläuterte Steiger die Erhebungen der GMA im Zuge einer Aktualisierung des Einzelhandelskonzeptes (EHK) für die 34 000 Einwohner zählende Soestestadt. Ein solches Konzept, das hatte Wiese betont, war erstmalig 1997/1998 erstellt und danach 2006 fortgeschrieben worden.

Bei den Discountern, die nach Angaben der GMA-Expertin aktuell mit etwa 43 Prozent am Umsatz beteiligt sind, bestehe kein weiterer Ansiedlungsbedarf. Überdies blieben die Auswirkungen der bevorstehenden Kauflanderöffnung abzuwarten. Modernisierungsbedarf sah Steiger für den 1971 eröffneten Famila-Standort Cloppenburg. Für Elektrowaren gibt es ihrer Auffassung nach „keinen Anbieter am Markt“ der sich in Cloppenburg ansiedeln wolle. Daran ändere auch die ausreichend Potenzial bietende Stadt und ihr Einzugsbereich nichts.

Perspektivisch gesehen, so Steiger, muss Cloppenburg eine Reihe von Aufgaben abarbeiten. Dazu zählen etwa die Ansiedlung eines „Möbelvollsortimenters“, um die Abwanderung der Kunden in die Nachbarschaft zu vermeiden. Hinzu kommt der Erhalt der stimmigen Angebotsdurchmischung in der Innenstadt. Dort, so die GMA-Expertin, biete sich etwa das Gebäude der Landessparkasse zu Oldenburg nach einem von der Bank anvisierten Neubau „als idealer Einzelhandelsstandort mit potenziell hoher Kundenfrequenz an“. Zudem riet sie zur Förderung der „Eventgastronomie“, um die „Erlebnisqualität“ der City zu stärken“.

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