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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

„Der Mensch ist zum Kostenfaktor verkommen“

28.04.2014

Cloppenburg Rund 200 Menschen haben am Sonnabend in der Cloppenburger Innenstadt gegen die Ausbeutung von – vor allem ausländischen – Arbeitern über so genannte Werkverträge demonstriert. „Es ist ein Anfang gewesen. Hier in Cloppenburg ist noch nie eine Demonstration gewesen und schon gar keine politische“, war Audra Brinkhus-Saltys vom „Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt“, die die Kundgebung organisiert hatte, mit der Resonanz zufrieden. Mit dabei waren Vertreter aus Politik, Kirchen und Gewerkschaften sowie unter anderem die beiden Landratskandidaten Johann Wimberg (CDU) und Detlef Kolde (SPD). Deutliche Worte über Mindestlohn, Leiharbeit, Werkverträge und die Unterbringung der ausländischen Arbeiter fielen in den Reden.

Den Auftakt machte Brinkhus-Saltys, die auch Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Kreisverband Vechta) ist. „Die gesetzlichen Vorgaben werden ausgenutzt und zu oft übertreten.“ Es gebe häufig einen „menschenverachtenden Umgang mit den Arbeitnehmern“.

Deutliche Worte fand auch Detlef Kolde, Landratskandidat der SPD in Cloppenburg. Seit zehn Jahren würden im Landkreis Arbeitnehmer ausgebeutet und in sittenwidrigen Unterkünften untergebracht. Es würden Hungerlöhne bezahlt. Die Profitgier – nicht nur in der Fleischbranche – breite sich aus. „So darf es nicht weitergehen. Lasst uns deutliche Zeichen setzen.“

Dritter Redner war der Emsteker Josef Holtvogt, Landessozialsekretär der CDA in Hannover: „Jeder Mensch hat seine Bedeutung und seinen Wert.“ Er wolle es nicht länger hinnehmen, wie mit den Menschen umgegangen werde. „Da ist ganz schön was aus dem Ruder gelaufen. Der Mensch ist zum Kostenfaktor verkommen. Allen, die hier verdienen und mitverdienen wollen, sagen wir klar und deutlich: Nicht mit uns. Das ganze ist doch kein Spiel ohne Grenzen.“

Anschließend zogen die Teilnehmer durch die Fußgängerzone. Ausgestattet mit Fahnen und Schriftbändern, verbunden mit Hupen und Protestrufen zog sich Marsch hin. Manch ein Besucher der Fußgängerzone konnte im ersten Moment nichts mit der Demo anfangen. „Worum geht es eigentlich?“, war von einigen Passanten zu hören.

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