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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

SOMMERGÄRTEN: Die Ex-Kanzler blühen im Rosenbeet auf

26.07.2005

THüLE THÜLE - „Im Moment haben wir Schmidt im Haus“, sagt Maria Moormann. Johannes Rau, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Konrad Adenauer und Roman Herzog haben feste Plätze im Garten der Familie Moormann. Es sind Rosen, die an ihre politischen Namensgeber erinnern. Im Garten an der Kirchstraße in Thüle kommen die Frauen allerdings nicht zu kurz: Gertrud Jekyll, Marie Curie oder Auguste-Luise, die Brieffreundin von Goethe, gaben ihren Namen für edle Rosenzüchtungen.

Maria Moormann ist die „Chefin“ in diesem Garten, den sie seit gut 20 Jahren pflegt, gestaltet und weiter entwickelt. Es sieht ein wenig verwunschen aus hinter dem Haus der Moormanns. Doch dahinter verbirgt sich eine stringente Planung, eine ständige Beschäftigung mit der Natur, den Pflanzen und deren Bedürfnissen. Maria Moormann hat einen strukturierten Garten geschaffen. Er orientiert sich an den vom Wohnhaus vorgegebenen Achsen.

Die zuwachsenden Wege zwischen Rasenflächen, Staudenrabatten, Apfelbäumen und Zierteich sind vom Haus aus einsehbar. Immer in gerader Linie. Am Ende des Weges richtet sich der Blick auf einen festen Punkt: Eine Steele, eine Figur, eine auffällige Pflanze oder schlicht eine Bank. Maria Moormann spricht von Blickachsen: „Der Weg muss ein Ziel haben. Das gibt ein ruhiges Bild im Garten, schafft ruhige Zonen.“

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Ansonsten bestimmen die Farben den Garten. So gibt beispielsweise die „gelbe Ecke“ den Blick auf gelblich blühende Stauden frei. Das Bild bestimmen die stärkeren und ausdruckskräftigeren Farben. Funkien und Taglilien finden sich fast überall. Die sammelt Maria Moormann. Auch die Rosen bilden einen Schwerpunkt im Garten. „Die erste Rose war die Apothekerrose. Ihr Ursprung lässt sich bis vor das Jahr 1310 zurück verfolgen. Daraus wurde damals Rosenwasser hergestellt,“ ist die Thülerin stolz darauf, dass die Apothekerrose in ihrem Garten sehr schön gedeiht. Ebenso wie Baldrian, Estragon oder Oregano im kleinen Salat- und Kräutergarten.

Soviel Pracht im Garten rund um das Haus erfordert viel Arbeit. Maria Moormann hat jedoch bei der Planung schon früh darauf geachtet, dass die Gartenarbeit in späteren Jahren nicht überhand nimmt. Sie will nicht „Gefangene ihres Gartens“ sein, sondern Entspannung, Beschäftigung, Ruhe und Erholung zwischen Wegen und Beeten finden. Der Boden ist mit Pflanzen bedeckt. Das verringert den Pflegeaufwand. „Dennoch muss ich mich ständig kümmern, Sträucher und Gewächse zurückschneiden. Die Arbeitszeit lässt aber nicht in Stunden beziffern. Man schaut ja nicht ständig auf die Uhr.“ Gift ist verboten. „Ich brauche keinen ordentlichen Garten. Die Wege werden nicht gespritzt,“ verweist die Thülerin auf den bewussten Verzicht auf den Einsatz der chemischen Keule. „Was ich nicht bekämpfen kann, mache ich mir zum Freund. Dann kann ich ihn im Zaum halten.“ Laub wird im Herbst und im Frühjahr entfernt, damit der Rasen „atmen“ kann. Sonst kommt die Harke nicht zum Einsatz. Maria Moormann: „Das ist

besser für die Kleinlebewesen.“

Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass sich Maria Moormann in Gartenfragen sehr gut auskennt, ein Händchen bei der Gartengestaltung hat. So ist ihr guter Rat im Freundes- und Bekanntenkreis zunehmend öfter gefragt.

Im Haus sind die Tage von Helmut Schmidt inzwischen gezählt. Helmut Kohl stellt die Nachfolge.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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