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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

UMFRAGE: Die Zigarette gehört zum Kaffee

11.01.2005

FRIESOYTHE Ein Rauchverbot in Gaststätten wäre für hiesige Gastwirte nicht tragbar. Raucher machen einen Großteil der Kundschaft aus.

Von Reiner Kramer FRIESOYTHE - Rauchverbot in Restaurants, Gaststätten und in öffentlichen Gebäuden: In den USA seit langen gang und gäbe, wurde nun auch in Italien die Zigarette zum Tabu erklärt: Gestern ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, demnach kann in Restaurants und Bars nur noch in separaten Räumen geraucht werden. Starke Kritik kommt von den Wirten. Denn die geforderten separaten Raucherzimmer haben die meisten Bars nicht.

Während der Glimmstängel aus den meisten deutschen Büros und Bahnhöfen bereits verschwunden ist, gehören Zigaretten zum Kneipenbild – auch in Friesoythe. „Hier ist es zu klein, um ein separates Raucherzimmer einrichten zu können“, sagt Marion Arnkens, Wirtin der Kneipe „Poet“. Zudem, so glaubt sie, wäre ein Rauchverbot schädlich für das Geschäft. „Viele unserer Besucher sind Raucher.“

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Bernd Sieger, Inhaber der gleichnamigen Gastwirtschaft in Thüle, setzt auf gute Be- und Entlüftungsanlagen. „Ich habe noch keinen Bedarf festgestellt, in der Gastwirtschaft das Rauchen zu verbieten.“ Beschwerden von Nichtrauchern habe er noch nicht gehört. „Sich gemütlich unterhalten und dabei eine Zigarette rauchen – das gehört bei vielen dazu“, so Sieger. Eine deutsches Gesetz nach italienischem Vorbild könnte Bernd Sieger „nicht gutheißen“.

Einen abgetrennten Raucherbereich gibt es im Eiscafé Mona Lisa an der Langen Straße nicht. „Dafür ist unser Geschäft zu klein“, sagt Mitarbeiterin Monika Stalenga. Ein Rauchverbot einzuführen, um die Nichtraucher zu schützen – für Stalenga keine Alternative. „Etwa 70 Prozent unserer Gäste rauchen. Den Kundenwunsch muss man akzeptieren.“ Ein Rauchverbot würde Umsatzeinbußen nach sich ziehen, glaubt sie.

An jedem zweiten bis dritten Tisch wird im Gasthof „Zur Linde“ in Thüle geraucht. Einen abgetrennten Bereich gibt es nicht. „Bei uns können die Besucher rauchen, wo sie möchten, und beschwert hat sich bisher noch niemand“, sagt Hubert Möller, Inhaber des Gasthofes. Nichtraucher bevorzugen Tische, die in einiger Entfernung zu den Rauchern. Von einer entsprechenden Gesetzesinitiative wie in Italien hält Möller wenig: „Das würde zu weniger Kundschaft und höheren Kosten führen.“

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