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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Direkt am Produkt mitarbeiten

22.02.2014

Harkebrügge Ein Tischler mit Hobel und Stecheisen an der Werkbank – dieses Bild vom Tischlerhandwerk hat sich stark gewandelt. Heute ist der Beruf vielseitiger geworden und hat sich technisch verändert. Viele Arbeiten werden mithilfe computergesteuerter Maschinen verrichtet, bei dem verschiedene Materialien wie Massivholz, Span-, MDF- und Multiplexplatten zum Einsatz kommen.

Matthias Kröger wusste schon früh, dass er in diesem Handwerk arbeiten möchte. So startete der Scharreler, der für seine Ausbildung in der Region bleiben wollte, am 1. August 2011 eine Tischlerlehre bei der Tischlerei Hans-Ludwig Kurre in Harkebrügge. Zuvor hatte der heute 20-Jährige bereits auch dort praktische Erfahrungen gesammelt.

„Dann kann jeder Schüler im Betrieb der Tischlerei sehen, ob es das Richtige für ihn ist, mit Holz zu arbeiten“, sagt Geschäftsinhaber Hans-Ludwig Kurre. Und für Kröger war es genau das Richtige. Besonders das Handwerkliche, das Arbeiten mit Holz und die kreative Arbeit gefallen ihm. Mit seinem Ausbildungsbetrieb ist er zufrieden: „Es ist sehr abwechslungsreich hier. Man kann sehr viel lernen, und es macht auch viel Spaß.“

Am Anfang seiner Ausbildung schaute der Azubi den Mitarbeitern über die Schulter und wurde kontinuierlich in alle Bereiche mit Hilfestellung eingeführt. Auch Hilfsarbeiten machten zunächst seine Arbeit aus, da er noch nicht eigenständig an Maschinen arbeiten durfte. Dafür absolvierte er mehrere Lehrgänge bei der Kreishandwerkerschaft in Cloppenburg zum sicheren Arbeiten an Holzverarbeitungsmaschinen.

In die Ausbildung habe er schnell hineingefunden, findet Kröger. Der Azubi arbeitete von Anfang an am Produkt mit. Unter anderem ist er bei der Fertigung von Kunststoff- und Holzfenstern, Türen, Windfängen, Treppen, Möbeln und im Innenausbau tätig. Je nach Schwierigkeitsgrad wurden seine Aufgaben umfangreicher und schwieriger. Im dritten Lehrjahr arbeitet er nun nahezu als Geselle.

In die Zukunft blickt der Azubi positiv. „Tischler werden im Moment überall gesucht. Die Chancen stehen gut.“ Und man könne ja auch noch den Meister machen.

Seit 1971 ist die Harkebrügger Tischlerei schon Ausbildungsbetrieb. Das Angebot an Bewerbern sei weniger geworden, berichtet Kurre, schwieriger auch, jemanden mit guten schulischen Leistungen zu finden. Gefordert werde ein guter Hauptschulabschluss, besser sei ein Realschulabschluss, sagt er. Auch mathematisches Verständnis sowie räumliches Denken sollten die Bewerber mitbringen, ergänzt Juniorchef Markus Kurre. Ebenso seien Kopfnoten für gutes Auftreten beim Kunden und Teamarbeit wichtig.

Mit Kröger sind die Chefs zufrieden. „Er macht gute Arbeit“, sagt Markus Kurre. „Wenn das von der Arbeitslage her passt, würden wir ihn noch gerne hierbehalten.“

Jetzt will der Auszubildende aber erstmal seine Gesellenprüfung im Juni schaffen. Dafür fühlt er sich gut vorbereitet.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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