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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Rückblick 2016: Dirk Vorlauf bis heute nicht entlastet

30.12.2016

Friesoythe Die Wirtschaftsbetriebe Friesoythe GmbH sorgte nach 2015 auch im Jahr 2016 für Schlagzeilen.

Über die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Friesoythe wird unter anderem das Allwetterbad Aquaferrum finanziell abgewickelt. Bis März 2015 war der ehemalige Erste Stadtrat von Friesoythe, Dirk Vorlauf, Geschäftsführer des Unternehmens und somit eben auch für das Allwetterbad verantwortlich. Und für das Geschäftsjahr 2014 – dem Jahr der Baderöffnung – wird dem Ex-Geschäftsführer bis heute die Entlastung verwehrt.

Unklarheiten in Büchern

Gründe hierfür liegen vor allem in den von Vorlauf geführten Geschäftsbüchern. Hier gab und gibt es wohl noch zu viele ungeklärte Sachverhalte, die gegen eine Entlastung sprechen. Bürgermeister Sven Stratmann fasste es im September 2016 so zusammen: „Die Finanzierung des Bades war nicht abschließend geregelt. Gleich nach Baustart gab es eine Finanzierungslücke. Das Bad ist 2014 ohne Kenntnis der Betriebskosten in Betrieb gegangen. Es gab keinen Haushaltsansatz und keinen Wirtschaftsplan 2014.“

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Was ist die Wibef?

Die Wirtschaftsbetriebe Friesoythe GmbH (Wibef) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Friesoythe. Unter ihrem Dach befinden sich die beiden Rathausimmobilien (Stadtpark und Stadtmitte), mehrere Photovoltaikanlagen, die sechs Millionen Euro schwere EWE-Netzbeteiligung und das Aquaferrum.

Nach der Kommunalwahl hat sich der Aufsichtsrat der Wibef neu gebildet. Neben der Geschäftsführerin Heidrun Hamjediers und dem Bürgermeister Sven Stratmann gehören dem Gremium folgende Ratsmitglieder an: Aufsichtsratsvorsitzender Frank Böckmann, Kerstin Bruns, Bernd Wichmann, Karl-Heinz Krone, Gerd Stratmann (alle CDU), Renate Geuter, Hans Meyer und Olaf Eilers (alle SPD).

2015 wurde zum Beispiel bekannt, dass sich die Betriebskosten für das Bad nicht – wie in den Bilanzen kalkuliert – auf jährlich 350 000 Euro belaufen, sondern auf eine Million Euro.

Anfang 2015 sollen die Wirtschaftsbetriebe Friesoythe sogar kurz vor der Insolvenz gestanden haben. Und auch die 2014 prognostizierten Besucherzahlen gingen weit an der Realität vorbei. So kamen 2015 rund 40 000 Besucher ins Bad – statt 75 000. Und auch die erwarteten 14 000 Saunabesucher kamen bei weitem nicht (2015: 6000 Gäste).

Zwei unabhängige Wirtschaftsprüfer sollen zunächst am 27. Januar 2016 auf der Wibef-Gesellschafterversammlung, zu der alle Ratsmitglieder gehören, von einer Entlastung abgeraten haben. Am 28. September 2016 gab es auf der erstmals öffentlich tagenden Gesellschafterversammlung einen erneuten Versuch, Vorlauf zu entlasten. Auf Veranlassung vom damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Bernhard Möller fanden kurz vor Ladungsfrist noch die Entlastung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung den Weg auf die Tagesordnung. Diese Punkte wurden aber wieder – auch aufgrund eines Formfehlers – vom Tableau genommen.

Und wie geht es jetzt weiter? „Für mich ist das Thema durch“, sagte die jetzige Wibef-Geschäftsführerin Heidrun Hamjediers, die im April 2015 die Amtsgeschäfte übernommen hatte, im NWZ -Gespräch. Da es ohnehin keine gesetzliche Verpflichtung zu einer Entlastung ihres Vorgängers gebe, sei es für sie erledigt.

Neuer Aufsichtsrat

Gemeinsam mit einem Team aus dem Rathaus und externen Beratern hatte sie die Geschäftsbücher von 2014 akribisch durchgearbeitet, um die Vorgänge einigermaßen nachvollziehbar darstellen zu können. Der so erarbeitete Jahresabschluss wurde auf der Versammlung im September auch abgesegnet. Der Jahresabschluss für das Jahr 2015 könne auch bald vorgelegt werden, so Hamjediers.

Nach dem Abarbeiten der Altlasten wolle sie jetzt als Geschäftsführerin in die Zukunft schauen. Gemeinsam mit dem neuen Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe Friesoythe GmbH (siehe Info-Kasten) habe es auch schon ein erstes „sehr konstruktives und offenes“ Treffen gegeben.

Es seien viele Themen angerissen worden. So möchte man das Bad besser ausrichten und mehr auf Familien setzen. Und auch für den Schul- und Vereinssport solle für bessere Bedingungen gesorgt werden.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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