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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Schifffahrt: Dreyschloot weiterhin gesperrt

22.01.2015

Roggenberg Die Schäden an der Klappbrücke in Roggenberg sind größer als bislang angenommen. Wie Achim Stolz, Pressesprecher des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf Anfrage der NWZ  erklärte, seien durch einen Gutachter neben den Schäden am Antrieb auch Schäden an der Gründung und dem Überbau der Brücke festgestellt worden. Der NLWKN hatte vergangenes Jahr den externen Gutachter beauftragt. Sein Bericht liege der Behörde nun vor, so Stolz.

Anfang August musste der Dreyschloot bis auf Weiteres für den Schiffsverkehr gesperrt werden (die NWZ  berichtete). Als Grund nannte der NLWKN einen Ausfall des Getriebes und der Seiltrommel der 1951 errichteten Brücke. Die Behörde beauftragte daraufhin ein Ingenieurbüro damit, den Schaden zu ermitteln. Trotz regelmäßiger Wartung seien Schäden wie diese nicht vorhersehbar, erklärte der NLWKN im Sommer.

Seitdem müssen Skipper die Umleitung über die Jümme nehmen. Verärgert zeigten sich im Zuge der Sperrung auch die Sportbootfahrer in Barßel. „Mit der Sperrung ist es schon erheblich umständlich für uns. Wir kommen jetzt eigentlich nur noch über Stickhausen raus“, sagte Rolf Diekhaus, Vorsitzender des Wassersportclubs (WSC) Soeste, im Oktober gegenüber der NWZ . Bei Booten, die größer sind als 2,80 Meter, sei es problematisch, diesen Bereich zu passieren. Die Skipper befürchten einen Imageverlust.

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Die Sportbootfahrer seien auf die Brücke Roggenberg angewiesen, sagte Andreas Prahm, Vorsitzender des Wassersportvereins Elisabethfehn. Der Umweg betrage circa 25 Kilometer. Der Drey-schloot stellt die Verbindung zur Leda her. In diese mündet bei Roggenberg die Sagter Ems.

„Der Schiffsverkehr ist auf dem Dreyschloot leider nach wie vor nicht möglich“, sagt Pressesprecher Stolz. Derzeit befasse sich die Betriebsstelle Aurich des NLWKN mit den Einzelheiten des Berichtes. Mit einer Entscheidung über das weitere Vorgehen sei im Laufe des Winters zu rechnen.

Der NLWKN ging bislang von einem Schaden im fünfstelligen Bereich aus. Wie hoch dieser angesichts der nun festgestellten Schäden letztendlich ausfallen werde, ließe sich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, sagt Stolz.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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