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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Spatenstich für Schleuse am 28. Februar

26.01.2019

Elisabethfehn Alle Ampeln stehen auf Grün. Mit dem Neubau der Schleuse in Osterhausen am Elisabethfehnkanal wird Mitte Februar definitiv begonnen und die Bagger werden anrollen. Der offizielle Spatenstich erfolgt am 28. Februar. Rund ein Jahr beträgt die Bauzeit. Spätestens im März 2020 werden sich die Schleusentore wieder öffnen.

Diese erfreuliche Nachricht überbrachten Andrea Bornhorst von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung beim Landkreis Cloppenburg sowie Berend Snippe, Wasserbauingenieur und Technischer Berater des Landkreises, der Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Elisabethfehnkanal“ auf einer Informationsveranstaltung am Donnerstagabend im Dr.-Martin-Luther-Haus in Elisabethfehn.

„Wir nehmen diese Nachricht mit Freude und Erleichterung entgegen. Viele Menschen in Elisabethfehn und der ganzen Region sind froh und dankbar, dass der Schleusenneubau nun endlich nach rund sieben Jahren des Protestes erfolgt. Das Ziel, das wir uns bei der Gründung gesteckt haben, ist endlich erreicht. Es wird ein gutes Jahr für uns“, freute sich der Vorsitzende der BI, Dr. Walter Eberlei.

Bornhorst zeigte den Gästen und Mitglieder noch einmal den langen Weg auf, die Finanzierung des Schleusenbaus zu sichern. Erst als die letzte Finanzierungslücke geschlossen war, durften die Planungen beginnen. Leider hätte die Ausschreibung ein wenig länger gedauert als geplant, bedauerte er. Mit der Unternehmensgruppe Thieling aus Stadland in der Wesermarsch hätte ein leistungsfähiges Unternehmen den Auftrag erhalten. Die Firma aus der Nähe des Jadebusens habe große und langjährige Erfahrungen im Wasserbau.

Der Neubau, der 1,6 Millionen Euro kosten soll, wird vor allem aus Mitteln des Bundes, aber auch mit Geldern von Land, Landkreis, Kommunen und anderen Geldgebern finanziert. Hinzu kommen Kosten für die Planung und Statik. „Zahlreiche Aspekte sind bei dem Projekt zu bedenken gewesen, die es einmalig machten, darunter Denkmalschutz und wasserrechtliche Fragen“, sagte Snippe.

Die Schleuse sei genau 150 Jahre alt, habe Denkmalschutzcharakter und sei ein Kleinod in der Landschaft. „Es war schon eine große Herausforderung für die Ingenieure, die Schleuse zu konstruieren. Sie ist ein Unikat“, sagte Snippe. Da die Schleuse unter Denkmalschutz stehe, hätte sie in der Planung ihren ursprünglichen Charakter nicht verlieren dürfen: „Man sieht später nicht oder kaum, dass die Schleuse eine neue ist.“ Nach Fertigstellung wird sie die Größe eines Zweifamilienhauses haben. Sie wird keinen festen Holzboden mehr besitzen. Die nutzbare Breite wird mit 6,50 Metern und die Länge mit rund 24 Metern etwas größer ausfallen. Die Schleusentoren werden als Stemmtore gebaut.

Auf Nachfrage einiger Bootsfahrer nach möglichen militärischen Altlasten konnte Snippe Entwarnung geben. Ebenfalls sagte er auf Nachfrage, dass eine Elektrifizierung der Schleuse aufgrund des Denkmalschutzes und Alleinstellungsmerkmals ausgeschlossen sei.

Freuen kann sich auch das Moor- und Fehnmuseum, denn Teile der jetzigen Schleuse wie Tore oder Polder stellte die Baufirma kostenlos zur Verfügung. „Die Schleuse kommt und wird solide gebaut“, freute sich Eberlei. Der Neubau bedeutet aber auch, dass in diesem Jahr die Wassersportsaison auf dem Kanal beeinträchtigt sein wird.

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