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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Förster schlägt Alarm

18.04.2019

Elisabethfehn Der sogenannte „Strengewald“ an der Oltmann-Strenge-Straße in Elisabethfehn-Mitte, der in Eigentum der Gemeinde Barßel steht, soll zum stabilen naturnahen Laub- und Mischwald durch das niedersächsische Forstamt der Landwirtschaftskammer umgebaut werden. Der bisher zuständig gewesene Förster, Florian Wirth, hatte im Auftrag der Gemeinde den Wald von rund acht Hektar unter die Lupe genommen und festgestellt, dass aufgrund des gelichteten Bestands eine erhöhte Anfälligkeit für Windbruch und damit eine maßgeblich Gefahr zur forstwirtschaftlichen Entwertung des gesamten Waldbestands bestehe. Außerdem habe der Borkenkäfer den Wald beschädigt. Daraufhin wurden entsprechende Beschlüsse in den Ratsgremien der Gemeinde Barßel gefasst, den notwendigen Umbau des „Strengewaldes“ vorzunehmen.

Doch eine Umsetzung ist bisher nur in einem ganz geringen Umfang aus Sicherheitsgründen erfolgt. Zurzeit tut sich dort gar nichts. Kein Harvester ist weit und breit zu sehen. Mittlerweile sind schon weitere Bäume vom Winde verweht und der Borkenkäfer erfreut sich an den Bäumen.

Damit endlich etwas passiert, traf sich die CDU-Fraktion im Rat nun vor Ort im Strengewald, um sich von dem jetzt zuständigen Förster der Bezirksförsterei Thüle, Forstingenieur Carsten Wolken aus Ostrhauderfehn, auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Der bisherige Förster Wirth ist den Harz versetzt worden. Der neue Förster zeichnete ein andere Sichtweise der Dinge gegenüber seinem Vorgängen auf. „Der Fichtenbestand ist extrem vom Borkenkäfer befallen. Ich schätze rund 70 Prozent der Bäume sind betroffen. Da ist nichts mehr zu retten. Diese Bäume müssen gefällt werden“, erklärte Förster Wolken. Nach seiner Auffassung mache es auch keinen Sinn, dass nur diese Bäume der Motorsäge zum Opfer fallen, sondern der gesamte Bestand muss durchforstet werden –und das in einem Zuge und nicht Abschnittsweise. Ansonsten bestehe für die verbleibenden Bäume eine erhöhte Anfälligkeit für Windbruch und damit eine maßgebliche Gefahr zur forstwirtschaftlichen Entwertung des gesamten Waldbestandes. Zudem fände der Borkenkäfer neue Nahrung.

Der Bezirksförster riet davon ab, den Umbau des Waldes in einen naturnahen Laub- und Mischwald sukzessive vorzunehmen. Auch forstwirtschaftlich mach es keinen Sinn, denn dann sinke der Holzpreis. „Lediglich eine rund 6000 Quadratmeter große Fläche im Nordosten des Waldes kann im Bestand erhalten bleiben“, so Wolken. Der Bezirksförster sprach sich zudem dafür aus, entlang der Oltmann-Strenge-Straße einen zwölf Meter breiten Gürtel und an den anderen Waldrädern eine sechs Meter breiten Gürtel zu Abstufung des zukünftigen Laub- und Mischwaldes mit standortgerechten Gehölzen, wie Hartriegel, Schledorn und Hasel zu bepflanzen. Ebenfalls sollen an den Wegrändern Obstbäume gepflanzt werden.

„Wir haben viele neue Erkenntnisse gewonnen und der Vortrag von Förster Carsten Wolken war sehr eindrucksvoll und hat uns überzeugt. Seine Vorschläge waren fachmännisch sehr schlüssig. Nun gelt es an die Umsetzung zu gehen“, so CDU-Fraktionschef Hans Eveslage. Parallel läuft derzeit noch der Antrag der Gemeindeverwaltung Barßel auf Bezuschussung zur Umwandlung des Waldes aus dem Förderprogramm des Landes.

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