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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Grundwasserentnahme auf dem Prüfstand

28.11.2019

Emstek /Ahlhorn Die Erlaubnis für den Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), jährlich 4,8 Millionen Kubikmeter Grundwasser aus dem Bereich des Baumweg in der Gemeinde Emstek zu entnehmen, soll überprüft werden. Das teilte die Verwaltung des Landkreises Cloppenburg auf eine Anfrage der Gruppe Grüne/UWG im Kreistag mit.

Die Anfrage wurde in der Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt am Dienstagabend thematisiert. Bei den vier von der Gruppe formulierten Fragen ging es um die Wasserentnahme im Bereich Baumweg, die Ursachen für den sinkenden Grundwasserspiegel in dem Bereich und die nächsten Schritte der Kreisverwaltung.

Grundsätzlich, heißt es vom Landkreis, habe sich am Baumweg mit Beginn der Grundwasserentnahme 1976 und dem Erreichen der momentanen Entnahme von vier Millionen Kubikmetern pro Jahr seit 2003 ein „stabiles hydrodynamisches System eingestellt, welches im Wesentlichen von der Klimaentwicklung geprägt ist“. In Brunnennähe sei das Wasser um drei Meter abgesenkt, und um 1,5 Meter im Randbereich von 1000 Metern. Durch die Grundwasserentnahme seien keine Auswirkungen auf die Lethe, keine Minderung landwirtschaftlicher Erträge und keine Schäden oder Zuwachsreduzierungen für den Staatsforst dokumentiert.

Gleichwohl kommt der Landkreis zu dem Schluss, dass sich die geänderten klimatischen Bedingungen und die weitgehende Ausnutzung der Grundwasserentnahmerechte des OOWV von 4,8 Millionen Kubikmetern überlagerten und zu Problemen geführt hätten. Bedingt durch die unterschiedlichen geringen Niederschlagsmengen der vergangenen zehn Jahre seien die Grundwasserbestände Anfang 2018 und 2019 bereits auf einem niedrigen Niveau gewesen. Dies habe sich im Sommer noch verstärkt, so dass im Herbst historische Tiefstände zu verzeichnen gewesen seien. Die Kombination aus Entnahme des Grundwassers und fallenden Grundwasserstände könne „im Einzelfall temporär zu Betroffenheit führen, wenn in einem Trockenjahr mit extremen Grundwasserabsenkungen der Kontakt zum Grundwasser verloren geht und keine ausreichende Anpassung der Pflanzen an die Trockenheit vorhanden ist“.

Die vergangenen Jahre hätten aber auch gezeigt, dass durch ausreichend Regen die Grundwasserstände schnell wieder aufgefüllt würden. Klimaforscher würden mit einem Anstieg der Temperaturen rechnen, so der Kreis in seiner Stellungnahme. Im Winter würde künftig mehr Regen fallen, so die Prognosen. „Die konkreten Auswirkungen auf die Grundwasserstände sind derzeit unklar, da sich aus diesen Änderungen sowohl eine höhere Grundwasserneubildung, als auch eine stärkere sommerliche Absenkung infolge ausbleibender Sommerniederschlage ergeben können“, so der Kreis. So könnten die Grundwasserstände zwar im Mittel stabil bleiben, aber häufiger als bisher Extreme auftreten. Deswegen schlägt die Verwaltung eine Überprüfung der Entnahmeerlaubnis des OOWV auf Grundlage der heute geltenden Vorschriften vor.

 In einer Arbeitsgruppe sollen künftig Lösungen zum Thema Grundwasserschutz für den Landkreis Cloppenburg gefunden werden. Den Auftrag zur Bildung einer solchen Gruppe hat die Kreisverwaltung im Ausschuss für Planung und Umwelt einstimmig von der Politik erhalten. Um das Thema kümmern sollen sich zukünftig Experten der Kreisverwaltung, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der Landwirtschaftskammer sowie sechs Mitglieder der Kreistagsparteien. Ein Schwerpunkt soll die Bewertung der jährlichen Nitratmonitoring-Berichte für den Landkreis sowie die Erörterung von Handlungsmöglichkeiten mit den Fachbehörden bilden.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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