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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Emsteker Krankenhaus: Mit dem Navi in die Operation

06.04.2012

EMSTEK Das Antonius-Stift Emstek setzt seit kurzem bei bestimmten orthopädischer Operationen ein Navigationsgerät ein. Es ermöglicht zum Beispiel bei Korrekturen der Beinachse eine ständige Kontrolle, teilt die Klinik mit. Durch den Einsatz dieses Computers werde die Strahlenbelastung des Patienten im Operationssaal reduziert und die Genauigkeit der Operation erhöht.

Prothese vermeidbar

Die Korrektur des angeborenen oder erworbenen O- oder X-Beins bei Erwachsenen und die Veränderung der Beinachse sei ein anerkanntes chirurgisches Verfahren. Bei bestimmten Verschleißerkrankung des Kniegelenks könne durch diese Operation der Ersatz des Gelenks durch eine Prothese vermieden oder zumindest hinausgezögert werden. Solche Umstellungsoperationen erforderten nicht nur operatives Geschick, sondern auch wiederholte Röntgen-Untersuchungen während des Eingriffs, um das Bein schließlich in die richtige Position zu bringen, so die Klinik.

Seit der Übernahme der Leitung des Orthopädischen Zentrums der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland durch Prof. Dr. med. Jörg Ohnsorge seien verschiedene neue Methoden, wie zum Beispiel neuartige Hüft-Prothesen oder die minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie eingeführt und etablierte Verfahren durch moderne Techniken ergänzt worden.

Zuletzt sei jetzt am St.-Antonius-Stift durch Klaus Gesang und Dr. Uwe Maus erstmals eine Umstellungsoperation mit Hilfe eines computergestützten Navigationssystems durchgeführt worden. Die Korrektur der Beinachse sei dabei elektronisch überwacht und gemessen worden. Auf Bildschirmen könnten die Operateure die Messdaten zeitgleich mit virtuellen dreidimensionalen Darstellungen sowohl der Knochen als auch der Instrumente verfolgen. Dies ermögliche die exakte Steuerung der chirurgischen Werkzeuge im Körper des Patienten. Die für das Bein schon vor der Operation mit Hilfe von Röntgenaufnahmen genau geplanten Winkel und Achsen könnten so präzise eingestellt werden.

Schwierige Balance

Die schwierige Balance zwischen Über- und Unterkorrektur könne so besser gefunden werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Belastung durch Röntgen-Strahlen könne dank des Computers nun auf ein Minimum reduziert werden. Das Operationsergebnis und die Sicherheit für den Patienten könne durch die moderne Technologie nachweislich verbessert werden, verspricht Jörg Ohnsorge.