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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Wirtschaft: Erfolg durch Händler vor Ort

31.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-31T05:28:34Z 280 158

Wirtschaft:
Erfolg durch Händler vor Ort

Vordersten-Thüle „Dieses kleine hässliche Ding“, sagte Dr. Reinhard Zinkann jr. und zeigte auf sein Handy, „beeinflusst unser ganzes Leben – und verändert unser Kaufverhalten.“ Der Urenkel von Miele-Mitbegründer Reinhard Zinkann und Geschäftsführer des milliardenschweren Miele-Konzerns war am Montagabend Gastredner beim Treffen des Rotary Clubs Cloppenburg-Quakenbrück im Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten-Thüle. Der 57-jährige Unternehmer aus Güterloh sprach zum Thema „Miele im Internet“.

Er machte in seinem Vortrag durchaus deutlich, was er persönlich von der ständigen Erreichbarkeit durch das Mobiltelefon 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche hielt, nämlich nicht allzu viel. Einen Fehler dürfe man aber nicht machen, betonte Zinkann: „Wir dürfen uns der digitalen Transformation nicht verschließen.“ Im Gegenteil: „Wir müssen uns den Herausforderungen stellen.“

Auch wenn der Haupterfolg des Unternehmens im stationären Fachhandel liege, so seien die größten Wachstumspotenziale im Internethandel zu verzeichnen. Hier sei das Marktvolumen innerhalb von zehn Jahren von 4,4 auf 17,8 Prozent gestiegen.

Zwei Familien – ein Weltunternehmen

Firmengeschichte: Zwei Familien prägen seit mittlerweile 118 Jahren das Unternehmen Miele: die Familien Miele und Zinkann. Der Techniker Carl Miele und der Kaufmann Reinhard Zinkann gründeten 1899 in Herzebrock eine Firma zur Herstellung von Milchzentrifugen. 1907: Umzug nach Gütersloh. 1911 gibt es die erste Miele Waschmaschine mit eigenem Elektromotor. Von 1912 bis 1914 werden Autos gebaut. 1924 wird in Bielefeld die Fahrrad-Produktion aufgenommen. 1932: Das Fahrrad bekommt einen Motor. 1954: Mopeds, Motor-Fahrräder und Motorräder werden in immer größeren Stückzahlen gebaut. Ebenso Waschmaschinen und Staubsauger. 1958 verlässt der erste elektrische Wäschetrockner das Werk. Die Zweirad-Produktion läuft 1960 aus. Der Fokus wird auf die Produktion von hochwertigen Haushaltsgeräten gelegt.

Heute: Der Miele-Konzern ist nach wie vor ein Familienunternehmen. In der Geschäftsführung sind Markus Miele und Reinhard Zinkann junior sowie drei externe Personen vertreten. Im Geschäftsjahr 2015/2016 hat das Unternehmen 3,71 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Die Miele Gruppe beschäftigt weltweit 18 370 Mitarbeiter, davon 10 326 in Deutschland.

Der Miele-Konzern habe längst auf diese Entwicklung reagiert. So gebe es einen eigenen Onlineshop. Doch der Geschäftsführer wies diesbezüglich auf Besonderheiten hin. So sei kein Preis günstiger als im Fachhandel. Zudem werde das Online-Geschäft mit dem Händler vor Ort abgewickelt. Wer Miele-Produkte im Internet verkaufen möchte, muss sich zudem als Verkaufspartner autorisieren lassen, um den Ansprüchen der Marke gerecht zu werden.

Smarthome sei ein weiterer wichtiger Geschäftsbereich. Hier gehe es vor allem darum, intelligente Lösungen zur Vernetzung von Smartphones und Tablets zu den Haushaltsgeräten zu schaffen. Hier stehe man in engem Austausch zu interessanten Start-up-Unternehmen.

Reinhard Zinkann stellte aber auch klar, dass Miele dem Anspruch, die beste Hausgerätemarke der Welt zu sein, vor allem über Premiumpartner vor Ort gerecht werde. Hier werde der Mehrwert für den Kunden geschaffen. In den Geschäften würden die Verkäufer ihre Persönlichkeit einbringen, serviceorientiert handeln und „dem Kunden schon vor dem Kauf ein gutes Gefühl geben“.

Dabei hob er als Beispiel das Familienunternehmen Plaggenborg (EP:Plaggenborg) aus Friesoythe hervor. Die Firma feiert in diesen Tagen ihr 50-jähriges Bestehen und ist Miele-Partner der ersten Stunde, wie Zinkann erzählte. Firmeninhaber Matthias Plaggenborg war es auch, der den hochkarätigen Referenten für diesen Vortragsabend gewinnen konnte.

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