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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Erfolgsgeschichte startete vor 20 Jahren

29.02.2012

ELISABETHFEHN Weit, flach und eben erstreckt sich die ostfriesische Landschaft rund um die 173 Kilometer lange Deutsche Fehnroute. Ruhige Fehnkanäle (Wieken), grüne Wiesen, Windmühlen, Gulfhöfe und Fehnkultur pur sind im Wesentlichen ihre Begleiter. Der Name der Route leitet sich vom niederländischen Wort „fehn“ (Moor) ab. Auch heute tragen noch viele Orte entlang der Strecke die Bezeichnung „fehn“ in ihrem Namen.

Vor 20 Jahren begann diese Erfolgsgeschichte, jetzt wird gefeiert. Und zwar am 1. Mai an der „Pünte“ über die Jümme in Wiltshausen. Dabei ist die Fehnroute eigentlich 1992 erst einen Tag später, am 2. Mai, durch den damaligen Niedersächsischen Wirtschaftsminister Peter Fischer eröffnet worden. „Der 1.Mai passt besser, um in einem großen Rahmen das Jubiläum zu feiern“, sagt der Verantwortliche bei der Touristik Südliches Ostfriesland, Ulrich Schmunkamp.

Bei der Pünte wird es am „Tag der Arbeit“ ein umfangreiches Programm mit viel Musik, Tanz und Unterhaltung geben. Aber das ganze Jahr über wird es Jubiläumsaktionen in den 14 Gemeinden, die an der Fehnroute liegen, geben. Ob beim Barßeler Hafenfest oder Mühlenfesten. „Zum 20-jährigern Bestehen wird auch eine Jubiläumsbroschüre erscheinen, die spätestens Ende März fertig gestellt sein wird“, sagt Schmunkamp. Auch ein Jubiläumswanderpass wird es geben. Viele, die den Rundkurs abgefahren sind, die landschaftliche Vielfalt und den Charme der langgezogenen Fehndörfer erlebt haben, sind später wiedergekommen.“

Somit sei die „Mutter aller ostfriesischen Radrouten“, wie Schmunkamp sie nennt, maßgeblich an der positiven Tourismus-Entwicklung im südlichen Ostfriesland beteiligt gewesen. Die Idee dazu hatte Anfang der 1990er Jahre Dr. Gustav Schünemann aus Elisabethfehn.

Der mittlerweile 80-jährige Elisabethfehner, der jahrelang Vorsitzender des Barßeler Fremdenverkehrsvereins war und Gründer des Moor- und Fehnmuseums in seinem Heimatdorf ist, kam darauf, eine kreis- und gemeindeübergreifende Route in der Region zu entwickeln. Inspiration holte er sich im Artland bei Osnabrück. Dort war er mit dem Rad unterwegs. „Noch am gleichen Abend entwarf ich in groben Zügen diese gedachte Route als Rundkurs, wie ich sie auf der Artland-Route kennen gelernt hatte“, erinnert sich Schünemann an die Anfänge. Über die Frage, wie diese Route zu realisieren sei, machte er sich viele Gedanken.

„Man braucht Partner, und die fand ich in Papenburg, der ältesten Fehnsiedlung Deutschlands. Der damalige Stadtdirektor Dr. Reinhart Schenk fand die Idee hervorragend“, sagt Schünemann. Schenk habe angemerkt: „Eine großartige Idee, sie hat nur einen Fehler. Die Idee ist nicht von mir“, meint Schünemann rückblickend. Es wurde unter Beteiligung aller an der gedachten Route gelegenen Gemeinden die „Interessengemeinschaft Deutsche Fehnroute“ gegründet. Erster Vorsitzender wurde und ist heute wieder Eberhard Lüpkes, Bürgermeister der Gemeinde Westoverledingen.

Zusammen Kurt Radtke von der Touristik Südliches Ostfriesland wurde dann der rund 170 Kilometer lange Rundkurs entwickelt. Eine Erfolgsgeschichte war geboren.

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