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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Elite-Studie: „Es gibt kein Patentrezept gegen Demenz“

04.12.2015

Cloppenburg „Alles was Arterienverkalkung reduziert, reduziert auch die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken“, sagt Professor Dr. Joachim Schrader. Wir sitzen im Besprechungszimmer der Elite-Studie unter dem Dach des Cloppenburger St.-Josefs-Hospitals. Ich bin eine von mittlerweile mehr als 1600 Probanden, die an der Forschungsstudie der Klinik teilnehmen. Es geht um „Ernährung, Lebensstil und Medizinische Intervention zur Verhinderung von Schlaganfall-Demenz-Herzinfarkt“ (Kurz: Elite).

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die mit dem Verlust der geistigen Funktionen wie etwa Denken, Erinnern und Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Dazu zählen unter anderem die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz und Morbus Pick.

In Cloppenburg gibt es eine „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“. Ein Zusammenschluss von elf Einrichtungen, die bei Fragen weiterhelfen. Informationen erhalten Interessierte unter anderem im Familienbüro unter Telefon   0 44 71/18 53 37.

Der Startschuss ist im Frühjahr 2015 gefallen. Erst waren Menschen ab 50 Jahren die Zielgruppe, dann wurde der Zuspruch so groß, dass dass das Untersuchungsfenster erweitert wurde. Heute sind alle ab 16 Jahren willkommen. Fünf Jahre dauert die Teilnahme, immer wieder werden die Probanden untersucht, gibt es Auffälligkeiten, werden Arzt-Konsultationen empfohlen. Ich – 1,64 Meter groß, 53 Kilogramm schwer, 38 Jahre alt – bin dabei, weil ich es spannend finde zu erfahren, wie sich mein Risiko, an einer der Volkskrankheiten zu erkranken, verändert.

Vor allem das Thema Demenz interessiert mich, darüber möchte ich mehr erfahren – auch, da eine meiner Großmütter an Alzheimer erkrankte. Allein bin ich mit meiner Sorge, dass es vielleicht auch mich eines Tages trifft, nicht. Jeder zweite Deutsche hat einer repräsentativen Erhebung des Forsa-Instituts zufolge Angst, an Demenz zu erkranken. Vor allem die Über-60-Jährigen fürchten Alzheimer und ähnliche Erkrankungen, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit als Auftraggeberin der Studie jüngst mit. Laut der Deutsche Alzheimer Gesellschaft leben gegenwärtig etwa 1,5 Millionen Demenzkranke in Deutschland.

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Schlussendlich, so stellt Schrader fest, gibt es kein Patentrezept gegen Demenz, aber die Forschungsgruppe interessiere halt, welcher Lebensstil eine Erkrankung möglicherweise begünstigt. Er empfiehlt, den psychischen Stress zu reduzieren, nicht zu rauchen, wenig Alkohol zu trinken. Faktoren, die Demenz begünstigen können, sind vor allem Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes. Je mehr Risikofaktoren, desto größer die Gefahr.

Besser sei es, ein gesundes Leben zu führen, wobei es kein „gesünder als gesund gibt“, mahnt der Chefarzt. Es würde kein Gesundheitskonto geben, auf dem man Pluspunkte sammeln könnte. Ein aus seiner Sicht wichtiger Faktor sei aber auch das eigene Wohlbefinden, sich alles zu verbieten sei auch nicht zielführend. Mit ein Grund, warum die Studie weit mehr als einfache Gesundheitsdaten abfragt – inklusive Gedächtnistest. „Den sollte man aber ganz gelassen angehen“, rät Schrader. Vor allem jüngere sollten sich nicht so viele Sorgen machen. Wohl auch mit Blick auf die Statistik: Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sind in der Altersgruppe der 70- bis 74-Jährigen noch unter vier Prozent von Demenz betroffen, bei den 80- bis 84-Jährigen sind es mehr als 15 Prozent, bei den über 90-Jährigen 41 Prozent. In der Altersgruppe 45 bis 65 Jahre sind etwa 0,1 Prozent der Menschen in Deutschland von Demenz betroffen – das ist etwa jeder tausendste.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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