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NWZonline.de Region Cloppenburg Wirtschaft

Flohmarkt darf sonntags nicht mehr öffnen

09.03.2017

Friesoythe Das Urteil des Verwaltungsgerichtes in Osnabrück hatte es in sich und ließ alle Gewerbetreibenden aufhorchen. Das Gericht verbot den verkaufsoffenen Sonntag am 8. Januar in Nordhorn – auf Eilantrag der Gewerkschaft Verdi. Dieser Tag sei als Verkaufstag nicht verfassungsgemäß. Das Verwaltungsgericht in Oldenburg zog nach und verhinderte – wieder auf Antrag von Verdi – drei in diesem Jahr geplante verkaufsoffene Sonntage in Leer. Begründung: Ein wirtschaftliches Interesse von Kaufleuten oder ein vermutetes „Shopping-Interesse“ reichten nicht aus, um am Sonntag zu öffnen.

Betroffen und in Gefahr sind aber nicht nur die verkaufsoffenen Sonntage im Einzelhandel. Auch die Flohmärkte leiden unter dem Druck der Gerichtsurteile. Das musste jetzt auch Erwin Peters aus Ellerbrock feststellen. Er hatte für dieses Jahr bei der Stadt Friesoythe einige Flohmärkte auf seinem Hof angemeldet – und alle Sonntage wurden ihm nicht genehmigt, bestätigte Peters auf Anfrage der NWZ.

„Ich bedaure diese Entscheidung sehr. Ich veranstalte die Flohmärkte jetzt schon seit 22 Jahren, und zwar als Existenzgrundlage. Nie gab es Probleme“, sagte Peters. An mehreren Wochenenden im Jahr finden auf dem rund 20 000 Quadratmeter großen Gelände an der Sportplatzstraße Verkäufe von Trödel, Kunsthandwerk und Neuwaren statt. Nicht selten kommen tausende Besucher. „Und der Sonntag ist der stärkste Tag“, bedauert der Ellerbrocker das Sonntagsverbot.

Nun werde er halt Flohmärkte ohne den Sonntag veranstalten müssen. So wie an diesem Wochenende. Am Freitag und Samstag, 10./11. März, hat der Markt jeweils bis 17 Uhr geöffnet. Kinder können wieder umsonst einen Stand aufbauen. Außerdem gibt es einen großen Biergarten mit mehreren Essensständen und Ponyreiten. „Es wird wieder ein multikulturelles Treffen“, freut sich Peters.

Weniger erfreut ist er allerdings, dass durch den Wegfall des Sonntags vor allem die Flohmarkthändler zu leiden hätten, die auf den Flohmärkten ihren Lebensunterhalt verdienen würden. Oder die älteren Anbieter, die sich etwas für die knappe Rente dazuverdienen würden. Er betrachte das Sonntagsverbot daher auch aus einem sozialen Aspekt heraus mit großer Sorge.

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